Bernhard Peter
Historische heraldische Exlibris (64)

Exlibris von Carl Leonhard Becker
Der für äußerst feine Arbeiten bekannte Stecher Carl Leonhard Becker (5.5.1843-6.1.1917) hat dieses auf das Jahr 1910 datierte Exlibris Dr. R. A. Peters aus der Krefelder Unternehmer-Familie Peters des Stammes Hendrichs gezeichnet. Die Feinheit, die dichte Verwobenheit von Helmdecken und Schriftbändern und der Horror vacui erinnert an die großen britischen Kupferstecher wie Sherborn. Der Wappenschild ist rot mit einem widersehenden silbernen Hahn. Damit wird der Familienname Peters symbolisch umgesetzt, an die dreimalige Verleugnung Christi durch Petrus vor dem Krähen des Hahnes erinnernd. Auf dem Helm wird zu rot-silbernen Decken ein wachsender, silberngestulpter, roter Rechtsarm geführt, in der Hand einen goldenen Schlüssel balkenweise haltend, auch dies ein Bezug auf Petrus. Die Devise lautet: "NUMQUAM RETRO CAUTUS A FUTURO" - niemals zurück, umsichtig in die Zukunft. Das Wappen wird beschrieben bei Eike Pies, Neues Bergisches Wappenbuch bürgerlicher Familien, Bauer & Raspe Verlag, 1998, S. 235. Die Familie nannte sich vor Annahme des Namens Peters Hendrichs van Creivelt, es handelte sich um Mennoniten holländischen Ursprungs. Die Nachkommen von Peter Hendrichs (+ 1737) nannten sich fortan Peters. Auf den Schriftbändern im oberen Teil des Blattes wird die Stadt Neviges (heute zu Velbert gehörend) genannt, wo der Textilfabrikant David Peters seine Fabrik hatte und wo er sich 1877 seinen Familiensitz Villa Petershall erbauen ließ.

 

Exlibris von Lorenz Rheude
Dieses Exlibris ist das Werk von Lorenz M. Rheude (17.12.1863-1.5.1939) für Franz von Brentano ("Ex libris Francisci nobilis de Brentano di Tremezzo"). Das Blatt entstand im Jahre 1917; Künstlermonogramm und Datierung sind unten mittig auf dem Schriftband eingedruckt. Das Blatt wird von fünf kreuzweise zusammengebundenen, gestümmelten Ästen in zwei ungleich breite Flächen aufgeteilt: Das untere Viertel beider Flächen wird von dem Schriftband überdeckt, dessen Enden um die äußeren vertikalen Äste geschlungen sind, links nach vorne, rechts nach hinten umgeschlagen.

Beginnen wir in der optisch linken oberen Ecke: Dort ist das Stammwappen der Familie zu sehen, innerhalb eines rot-silbern gestückten Bordes in Blau eine goldene Butte. Das ist ein redendes Motiv, weil der italienische Ausdruck für eine solche bei der Weinlese verwendete Butte "brenta" ist; der ursprüngliche Name war sogar " de Brenta". Ein Flecken und eine Burg bei Varese westlich von Como tragen ebenfalls den Namen Brenta. Hier ruht auf dem Schild eine Rangkrone anstelle eines Oberwappens. Das Wappen wird in verschiedenen Varianten beschrieben im Siebmacher Band: Bad Seite: 91 Tafel: 54, Band: NÖ1 Seite: 40 Tafel: 23 und im Aschaffenburger Wappenbuch Tafel 5 Seite 229, 106, 117.

Im Hauptfeld sehen wir das vermehrte und verbesserte Wappen der von Brentano di Tremezzo: Unter einem goldenen Schildhaupt mit einem schwarzen Doppeladler geteilt, oben in Blau eine goldene Butte, rechts von einem einwärtsgerichteten, goldenen Löwen und links von einer silbernen Schlange begleitet, unten fünfmal silbern-rot schräggeteilt. Vom eigentlichen Stammwappen ist nur die Butte und das blaue mittlere Feld erhalten geblieben. Der Reichsadler im Schildhaupt erinnert an die Ghibellinen, kaiserliche Parteigänger im mittelalterlichen Italien. Und die Treue zum heiligen Römischen Reich ist ein wichtiges Merkmal der Familiengeschichte. Das mittlere Feld wurde ergänzt mit dem Löwen und der Schlange der Visconti als Herzöge von Mailand (diese führen selbst in Silber eine gekrönte blaue Schlange, die einen Menschen ausspeit). Die Nobiles de Brenta dicti de Brentanis haben sich nicht nur auf der kaiserlichen, der ghibellinischen Seite für das Reich, für die Habsburger in Spanien, in Norditalien und in Österreich geschlagen, sondern sie standen auch auf der Seite der Visconti, als diese um die Macht in Mailand und der Lombardei kämpften. Bei diesem Wappen ist die Helmzier dargestellt, auf dem gekrönten Helm mit rechts rot-goldenen und links blau-goldenen Decken ein schwarzer, wachsender, golden gekrönter und bewehrter sowie rotgezungter Adler.

 

Die Familie hat ihre Wurzeln in Norditalien und gehört zum lombardischen Uradel und ist seit 1282 in Como nachweisbar. Als Stammvater aller Linien gilt Johannes de Brenta, der am Comer See in Bonzanigo begütert war. Von diesem spannt sich über dreizehn Generationen der direkte Weg zu dem berühmten deutschen Romantiker Clemens von Brentano und seiner Schwester Bettina von Arnim, geborene Brentano, Freundin Goethes und Beethovens. Im 14. Jh. teilte sich die Familie in mehrere Linien, darunter die Linie Brentano-Cimaroli (nach dem Castello Cimaroli am Comer See benannt), die Linie Brentano-Gnosso (1857 Freiherrenstand in Österreich), die Linie Brentano-Toccia (ein Zweig erlangte den Grafenstand) und die Linie Brentano-Tremezzo, die in den Rat der freien Stadt Frankfurt eintrat und aus der der Exlibriseigner stammt. Von der letztgenannten Linie leiten sich wiederum die Brentano-Brentheim in Bayern ab. Der vorerwähnte Romantiker und seine Schwester gehören der Linie Tremezzo an. Im Laufe des 17. Jh. ließen sich Mitglieder aller Linien als Fernhandelskaufleute für Wein, Gewürze, Spezereien, Viktualien, Zitrusfrüchte etc. in Frankfurt am Main nieder.  Zuerst kam 1649 Martino Brentano aus der Linie Cimaroli, 1673 folgte Carlo Brentano (1644-1700) aus der Linie Gnosso, 1695 kam Antonio Brentano aus der Linie Toccia, und 1698 schließlich verlegte Domenico Brentano aus der Linie Tremezzo (8.1.1651-1723) seine Mailänder Handelsfirma nach Frankfurt am Main. Er begann seine Firma mit 2816 fl. aus dem väterlichen Erbe und wirtschaftete so erfolgreich, daß er bei seinem Tod 116000 fl. Privatvermögen und neben dem Handelsimperium noch mehrere Immobilien in der Lombardei besaß. Diese Linie brachte die bedeutendsten und bekanntesten Mitglieder hervor, die die deutsche Kultur nachhaltig prägen sollten. Von diesen fünf einst bedeutenden Linien, die durch Heiraten eng verflochten waren, blühen heute noch die Häuser Gnosso und Tremezzo.

Unter dem Stammwappen in der kleineren Fläche ist noch ein interessantes militärisches Objekt zu sehen: Zwei Fahnenstangen mit geteilten Fähnchen sind schräggekreuzt; die Kreuzungsstelle ist überdeckt von einem eichenlaubumkränzten Medaillon mit der Darstellung des Drachentöters zu Pferde, hinter dem von unten zwei Gewehre und von oben zwei Säbel schräggekreuzt sind. Oben in der Mitte ruht ein Helm. Unter dem Medaillon ist ein Eisernes Kreuz zu sehen.

Doch um wen handelt es sich genau bei dem Exlibrisbesitzer? Mit dem Namen Franz sind im Jahr 1917 mindestens zwei Personen möglich: 1.) Franz Brentano (1838–1917), deutscher Philosoph und Psychologe, heiratete 1880 Ida Lieben aus der Bankiersfamilie Lieben. Aufgrund der militärischen Symbolik ist es aber eher unwahrscheinlich, daß es sich um dieses Familienmitglied handelt, ferner ist es unwahrscheinlich, daß er es sich im letzten Lebensjahr hat anfertigen lassen, als er schon erblindet war. 2.) Franz von Brentano di Tremezzo (8.5.1888-15.8.1956), geboren in Friedberg, gestorben in Höllriegelskreuth. Er war der Sohn von Rudolf Otto von Brentano (1855-1927) und Lilla Beata Schwerdt (1863-1948). Er heiratete am 7.9.1913 in München Isabella Freiin von Eichthal (24.1.1890-6.1.1968). Franz von Brentano war zeitweise Konsul in Lille. Die exakte Zuordnung ist noch offen, Hinweise willkommen.

Exlibris von Emil Doepler
Das hier vorliegende Exlibris ist eine Arbeit aus dem Jahre 1907 von Emil Doepler d. J. (29.10.1855-21.12.1922) für Prinz Joachim von Preußen ("EX LIBRIS PRINCIPIS BORUSS(IAE) JOACHIM"). Das Blatt ist einerseits schlicht und weist außer der nur im unteren Bereich auf ein Schriftband gelegten Inschrift lediglich einen gekrönten Schild als Bildprogramm auf, dieser ist aber von sehr großer Detailverliebtheit, so daß der Aufwand für dieses Blatt vor allem im Detail des Schildbildes und der Krone steckt. Das Wappen zeigt in Silber einen königlich gekrönten, schwarzen, golden bewehrten und rotgezungten Adler mit goldenen Kleestengeln auf den Flügeln und mit goldenem preußischen Königszepter mit Adler obendrauf und Reichsapfel in den Fängen sowie den Initialen FR (für Fridericus Rex, König Friedrich I.) auf der Brust.

Der Adler trägt um den Hals, das Monogramm kreisförmig einschließend, die Collane des Schwarzen Adlerordens. Der "Hohe Orden vom Schwarzen Adler" wurde von König Friedrich I. von Preußen, zu dem Zeitpunkt noch Friedrich III. Kurfürst von Brandenburg, am Tag vor seiner Krönung als erster Orden des neuen Königreichs gegründet (17.1.1701). Es handelte sich dem Wesen nach nicht um einen Verdienstorden, sondern er stand in der Tradition der alten Ritterorden des ausklingenden Mittelalters, was z. B. an der zahlenmäßigen Begrenzung der Ordensgemeinschaft und den in den Statuten (1701, Zusätze 1847) geforderten ritterlichen Tugenden deutlich wird. Neumitglieder mußten den Eid ablegen, u. a. ein christliches, tugendhaftes, Gott und der ehrbaren Welt wohlgefälliges Leben zu führen, andere dazu zu ermuntern und anzuhalten, die Erhaltung der wahren christlichen Religion überall und insbesondere gegen die Ungläubigen zu fördern, sich bedürftiger Witwen und Waisen und Opfern von Gewalt und Unrecht anzunehmen - alles alte ritterliche Tugenden. Die Zahl der Ritter wurde auf dreißig fixiert, wobei aber die Söhne und Brüder des regierenden preußischen Monarchen, die automatisch ab ihrer Geburt Mitglieder waren (aber die Insignien erst ab ihrer Konfirmation zu ihrer ersten Uniform trugen), nicht mitgezählt wurden. 1847 wurde die Zahl dreißig auf inländische Ritter bezogen, so daß die Möglichkeit bestand, darüber hinaus ausländische Souveräne, Prinzen und erlauchte Herren zu Rittern zu machen. Erst wenn ein Mitglied der Rittergemeinschaft starb, ging die Kette zurück an das Kapitel des Ordens und konnte daraufhin für einen neu aufgenommenen Ritter verwendet werden. Zwischen 1701 und 1919 wurde die Kette insgesamt 407mal verliehen. In der Praxis wurde die Zahl 30 nicht eingehalten, vor allem nicht in späteren Zeiten; die Zahl war schon beim Regierungsantritt Wilhelms II. überschritten. Auch Nichtadelige konnten aufgenommen werden; durch die Aufnahme in den Orden erlangte man automatisch den preußischen Erbadel. Per se ausgeschlossen waren nur Menschen unehelicher Geburt. Kapiteltage, also Versammlungen der Ordensmitglieder mit feierlicher Aufnahme und Einkleidung der Neumitglieder, fanden zweimal im Jahr statt, einmal am 18.1., dem Tag der Krönung des Ordensgründers, und das zweite Mal am 12.7., dem Geburtstag des Ordensgründers. Daneben gab es noch je nach Bedarf und Anlaß außerordentliche (kleine) Kapitelversammlungen des Ordens. Das Kreuz ist achtspitzig, blau emailliert und golden gesäumt und mit einem goldenen runden Medaillon belegt, das die Initialen FR (Fridericus Rex) des Ordensgründers trägt. In den vier Winkeln des Kreuzes sind radial vier schwarze, golden bewehrte und königlich gekrönte Adler angebracht (hier nicht aufgelöst). Die Kette des Ordens besteht aus zwei abwechselnd verwendeten Sorten Kettenglieder: Die Medaillons tragen mehrfach die Initiale "FR" oder "F", jeweils spiegelbildlich gepaart, außen von vier Kronen umgeben. Dazwischen sind Glieder angeordnet, die einen schwarzen Adler darstellen, der auf einem Bündel goldener Donnerkeilen sitzt, wobei diese Details bei der Größe des Blattes nicht mehr dargestellt werden können.

Joachim Prinz von Preußen (17.12.1890-18.7.1920) war der Sohn von Kaiser Wilhelm II. (27.1.1859-4.6.1941) und  Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (22.10.1858-11.4.1921). Von insgesamt sieben Kindern war Joachim das sechste, nach Kronprinz Wilhelm (6.5.1882-20.7.1951) und den Prinzen Eitel Friedrich (7.7.1883-8.12.1942), Adalbert (14.7.1884-22.9.1948), August Wilhelm (29.1.1887-25.3.1949) und Oskar (27.7.1888-27.1.1958), nur noch gefolgt von Prinzessin Viktoria Luise (13.9.1892-11.12.1980). Emil Doepler hat übrigens auch ein Blatt für Wilhelm II. selbst mit dem kaiserlichen Wappen geschaffen.

Von allen Kindern des Kaisers hatte Prinz Joachim das kürzeste und tragischste Leben. Als das Exlibris in Auftrag gegeben wurde, war der Prinz 17 Jahre alt. Zunächst befand er sich in Ausbildung in Plön, wo er wie seine Brüder im Gartenschlößchen im Plöner Schloßpark lebte, welches zur Prinzenschule erweitert und umgebaut worden war. Prinz Joachim machte eine militärische Ausbildung, trat 1911 in das 1. Garderegiment zu Fuß ein, nahm als Rittmeister am Ersten Weltkrieg teil. Als Offizier des Kurhessischen Husaren-Regiments wurde er schon im September 1914 in der Schlacht an den Masurischen Seen durch einen Oberschenkelschuß verwundet. Prinz Joachim heiratete am 11.3.1916 Prinzessin Marie Auguste von Anhalt (10.6.1898-22.5.1983), die Tochter von Eduard Herzog von Anhalt und Luise Charlotte Marie Agnes Prinzessin von Sachsen-Altenburg. Bei der Heirat war diese noch keine 18 Jahre alt. Ein einziger Sohn entsproß der durch und durch unglücklichen Verbindung, Prinz Karl Franz Joseph (15.12.1916-23.1.1975). Nach dem verlorenen Krieg zog Prinz Joachim in die Schweiz und verlor den Boden unter den Füßen. Der verlorene Krieg, das Ende der Monarchie in Deutschland, Scheidungswünsche seiner Frau, Spielleidenschaft, Verlust des Lebensmutes und Depressionen führten schließlich zu einer Gemütslage, aus der heraus er sich am 17.7.1920 nach einem Fest im Berliner Jagdschloß Glienicke zu Hause in der Villa Liegnitz mit seinem Armeerevolver erschoß und einen Tag später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Er ist im Antikentempel im Park zu Sanssouci begraben.

Exlibris von unbekanntem Künstler
Dieses anonyme, im Zeitraum zwischen 1827 und 1838 entstandene Exlibris zeigt ein zeittypisch kunstlos aufgerissenes klerikales Wappen, in einen Ovalrahmen eingefügt. Im unteren Bereich folgt die vierzeilige Inschrift der Rundung des Rahmens und lautet: "Josephus Kopácsy Episcopus Weszprimiensis S(uasor). C(aesarei). R(egii). et A(postolici). M(aiestatis). Act(ualis). Int(imus). Status Consiliarius Serenissimae Reginae Hungariae Aulae Cancellarius". Es handelt sich dabei um den ungarischen Bischof von Veszprém (Wesprim oder Weißbrunn), Josef Kopacsy (Jozef Kopáci, 30.5.1775-17.9.1847).

Josef Kopacsy stammt selbst aus Veszprém, und er studierte sowohl in seiner Heimatstadt als auch in Bratislava (Prešporok, Preßburg) Theologie. Am 6.9.1797 bekam er die Diakonsweihe. Im Jahr 1798 erhielt er am 30.5. die Priesterweihe. Am Seminar seiner Heimatstadt wurde er zunächst Professor für Kirchenrecht und Kirchengeschichte. 1805 wurde er Konsistorialrichter (Richter für kanonisches Recht), 1806 war er als Pfarrer tätig, und 1807 wurde er Domherr in Veszprém, nachdem Karl Ambrosius von Österreich-Este durch seinen Tod eine Stelle freigemacht hatte. 1809 wurde Josef Kopacsy Direktor des Priesterseminars. Das Domkapitel vertrat er als Gesandter auf dem Reichstag 1811-1812.

 

Seine weiteren Stationen waren seit 1813 das Amt eines Abtes der Benediktinerabtei Somogyszentjakab (Zselicszentjakab, heute  Kaposszentjakab, alte Abtei in den Türkenkriegen zerstört), ab 1815 das Amt eines Propstes der Propstei zum hl. Michael in Hanta (lag bei Veszprém, zerstört), ab 1817 das Richteramt an der königlichen Tafel.  1817 wurde er zum Prälaten ernannt. Im Jahre 1819 wurde er Weihbischof von Pristina, 1821/22 dann Bischof von Székesfehérvár (Stuhlweißenburg, Wahl am 21.12.1821, Bestätigung am19.4.1822); dieses Bistum war erst 1777 aus dem Erzbistum Gran (Esztergom) herausgeschnitten worden. Die Bischofsweihe erhielt er am 16.6.1822. Am 26.2.1825 wurde er als Nachfolger von Antal Makay (1823-1825) zum Bischof von Veszprém gewählt, was am 27.6.1825 bestätigt wurde. Seit 1831 war er Mitglied der ungarischen Akademie der Wissenschaften. Am 20.12.1838 wurde er zum Erzbischof von Gran (Esztergom) gewählt, was am 18.2.1839 bestätigt wurde. Dort war eine  siebenjährige Sedisvakanz vorangegangen, weil nach dem Tod von Alexander Kardinal Rudnay die Position absichtlich so lange nicht besetzt wurde. Unter der Ägide von Josef Kopacsy wurde der Bau der Kathedrale von Gran ab 1840 wieder aufgenommen, doch zu seinen Lebzeiten nicht beendet.

Sein Wappen zeigt in Blau auf grünem Dreiberg einen goldenen, gegen einen silbernen Felsen aufspringenden Hirsch. Die Helmzier ist ein wachsender Arm mit zwei Pfeilen in der Faust, das Ganze zwischen einem Flug. Als Bischof von Veszprém (1827-1838) führt er Mitra, Krummstab, einen grünen Galero und die Knotenschnüre mit je 10 grünen Fiocchi seitlich, obwohl die bischöfliche Anzahl 2x 6 wäre, wiewohl dieser Schematismus der klerikalen Heraldik erst ab 1833 bindend festgelegt war. Das Bistum Veszprém unterstand der Kirchenprovinz Gran, wurde jedoch 1993 in den Rang eines Erzbistums erhoben, so daß heute die 2x 10 Fiocchi zutreffend wären und auch so von Gyula Márfi, der seit 1997 Erzbischof ist, geführt werden. Als Erzbischof von Gran (1838-1847) und damit Primas von Ungarn konnte Josef Kopacsy jeweils 15 grüne Fiocchi auf jeder Seite führen, dazu das Vortragekreuz mit zwei Querbalken aufrecht hinter dem Schild. Dafür wird dann der Helm mit seinem Kleinod weggelassen. Es gibt aber auch Darstellungen des Wappens als Primas mit weiterhin 2x 10 Fiocchi.

Exlibris von Georg Otto
Georg Otto (6.9.1868-17.5.1939) hat dieses Exlibris im Jahre 1905 gezeichnet. Ein Schriftband bildet einen Rahmen im Form eines Spitzbogenfensters, auf dem zu lesen steht: "EX LIBRIS LASZLO VON EGAN-KRIEGER". das mit einem Hintergrund aus lauter kleinen Kreisen abschattierte Zentralfeld trägt das betreffende Oberwappen; ein Schild fehlt in dieser Komposition. Die ungezaddelte, tuchartige Helmdecke und das Kleinod kreuzen das Schriftband und ragen über die Begrenzungen heraus.

Die Familienmitglieder sind irische Einwanderer, genau genommen Glaubensflüchtlinge, die wegen Religionsverfolgung erst Irland und dann auch England verlassen haben und sich in Ungarn ansiedelten. Edward Egan sen. (1815-1.9.1880), aus der zweiten Einwanderer-Generation, sattelte von Medizin auf Landwirtschaft um und brachte es zum Pächter und dann ab 1864 zum Gutsbesitzer in Bernstein (heute im Burgenland) und Güterverwalter des ungarischen Fürsten Gustav Batthyány.

Der Exlibriseigner kann als Edwards Enkel Laszlo Ernst Eduard von Egan-Krieger (1.8.1879-6.9.1914) identifiziert werden, königlich-preußischer Oberleutnant und Gutsbesitzer in Korklack, Henriettenfeld. Er wurde in Karbowo geboren, heiratete am 4.10.1902 in Heidelberg "Marie" Olga Antoinette Schifferdecker, mit der er eine Tochter hatte, "Margitta" Irma Marie von Egan-Krieger, und starb viel zu jung in Luxemont. Seine Eltern waren Eduard (Edward) Egan jun. (2.7.1851-1901) und Erzsébet Krieger (daher der Doppelname), und Laszlo hatte noch zwei Brüder, Imre (Emmerich, 1881-, Anführer ungarischer Freischärler) und Jenö (17.7.1886-22.2.1965, Offizier und Politiker). Vater Eduard Egan war Milchwirtschaftsexperte und Leiter der Sektion für Viehzucht im Ackerbauministerium sowie Landesinspektor für Milchwirtschaft. Der Onkel, Ludwig (Lajos) Egan (2.10.1852-1920), war Vorstand der Ingenieursabteilung der Seebehörde in Fiume und später stellvertretender Gouverneur von Fiume. Letzterer, vermählt mit Berta Hanke von Hankenberg, hatte einen Sohn, Béla (18.1.1885-9.9.1914). Beide, Vater und Onkel des Exlibriseigners, wurden 1890 vom König in den ungarischen Adelsstand mit dem Prädikat "de Borostyánkö" (= Bernstein) erhoben. Die Familie besaß das Gut und Schloß Bernstein, verkaufte es aber 1892 an Eduard Almásy bis auf einen kleinen Teil, auf dem sie ein neues Anwesen errichteten.

 

Im 17. Jh. wurde von der damals in Annamaidel, Tipperary, ansässigen Familie ein Wappen geführt, das in Rot einen silbernen Zinnenturm zeigt, flankiert von zwei Gerüsteten, in der inneren Hand jeweils eine Streitaxt haltend, die äußere Hand an der Hüfte, über dem Turm eine goldene Schlange (Gules a tower Argent supported by two men in armour, their exterior hands resting on their hips, in each of the others a halbert all Proper, in chief a snake Or). Dieses Wappen ist für Patrick Egan, Esq., of Annamaidel, belegt.

Um 1700 wurde das Wappen von einem in Ormonde lebenden Familienzweig geviert, Feld 1: Stammwappen, Feld 2 und 3: in Gold ein grüner, mit drei silbernen Kugeln belegter Schrägbalken, Feld 4: in Rot ein silberner Zinnenturm, flankiert von zwei Gerüsteten, in der inneren Hand jeweils eine Streitaxt haltend, die äußere Hand an der Hüfte, auf dem Turm ein auffliegender silberner Schwan (Quarterly, 1st: Gules a tower Argent supported by two knights in complete armour, holding in their interior hands a battle axe all Proper, in chief a snake barways Or, 2nd and 3rd: Or, on a bend Vert three plates Argent, 4th: Gules on a tower as in the first quarter a swan statant Argent). Auf dem gekrönten Helm mit rot-goldenen oder grün-goldenen Decken wird als Kleinod ein goldener Zinnenturm geführt, aus dem oben ein Gerüsteter hervorwächst, in der Rechten eine Streitaxt haltend, die Linke eingestemmt (crest: on a tower Or a knight in complete armour couped at the knees, holding in his dexter hand a battleaxe all Proper). Devise: Fortitudo et Prudentia - Tapferkeit und Umsichtigkeit.

In der letztgenannten Form ist das Wappen seit 1715 offiziell für Darby Egan, Esq., of Uskean, belegt, der von den Egan, of Ballymac-Egan, co. Tipperary, abstammt. Es ist aber schon länger so in Gebrauch, wie eine aus dem Jahr 1689 stammende Darstellung für Constantine Egan und ihren Sohn an der nördlichen Chorwand von Lorrha Priory belegt. Hier auf dem Exlibris wurde wohl der englischen Tradition Tribut gezollt, nur die Helmzier (crest) zu verwenden, aber ein deutscher Künstler bringt es nicht übers Herz, neben dem Schild auch noch den Helm zu opfern - entstanden ist dieser internationale Kompromiß, für eine irische Familie in ungarischer Neuheimat und von einem deutschen Künstler aufgerissen.

Exlibris von Georg Otto
Hier wird ein weiteres Bücherzeichen der ehemaligen kaiserlichen Familie vorgestellt, für Prinz Adalbert von Preußen (14.7.1884-22.9.1948), dritter Sohn von Kaiser Wilhelm II. (27.1.1859-4.6.1941) und Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (22.10.1858-11.4.1921) und älterer Bruder des oben vorgestellten Prinzen Joachim. Dieses Exlibris ist eine Arbeit von Georg Otto (6.9.1868-17.5.1939) aus dem Jahre 1900. Im Gegensatz zu seinem Bruder führt Prinz Adalbert auf diesem Blatt das Hohenzollern-Stammwappen, mit silbern-schwarz geviertem Schild und dem ebenso tingierten wachsenden Brackenrumpf auf dem Helm mit schwarz-silbernen Helmdecken. Der Schild ist schräg auf einem aufgeschlagenen Buch abgestellt. Ein Rundbogen und zwei unten miteinander verbundene Jugendstilbäumchen mit schlanken Stämmen und dichtgedrängtem Blattwerk in den beiden oberen Zwickeln rahmen das Wappen, das oben von einer Krone überhöht wird. Unter dem Buch ist eine rechteckige Zone für die Eignernennung abgesetzt. Der hochrechteckige Doppellinienrahmen wird sowohl vom Buch als auch von den weit ausgreifenden Helmdecken und oben von der Krone überschritten.

Georg Otto fertigte übrigens ebenfalls im Jahr 1900 auch ähnliche Exlibris-Blätter für die Geschwister Oskar und August Wilhelm an, beide ebenfalls mit dem Hohenzollern-Stammwappen, ersteres mit Topfhelm und ohne Buch, letzteres ganz ähnlich wie das hier vorgestellte Blatt, aber mit schräggestelltem, geschlossenem Buch, anderer Helmdecke und hersehendem Brackenrumpf. Und 1893 stellte er das Exlibris der Kaiserin Auguste Viktoria her, 1905 das der Kronprinzessin und schließlich 1908 das des Kronprinzen Wilhelm, ein einfaches Blatt im frühgotischen Stil mit dem brandenburgischen Stammwappen, wie es auf dem Siegel des Kurfürsten Friedrich I. aus dem Jahr 1418 erscheint.

 

Prinz Adalbert Ferdinand Berengar Viktor von Preußen wurde eine Karriere bei der Marine in die Wiege gelegt. Das begann schon mit seinem Namen, den er nach einem Admiral und Neffen Kaiser Wilhelms I. erhielt, der 1811-1873 lebte und als Experte für Marine-Angelegenheiten maßgeblich am Aufbau der preußischen Flotte beteiligt war.  Als das Exlibris entstand, war der Prinz 16 Jahre alt. Zunächst befand er sich wie seine Brüder in Ausbildung im Gartenschlößchen im Plöner Schloßpark, welches als Prinzenwohnsitz und -Schule diente. 1894 trat er in die Marine ein. Auf der Marineschule in Kiel wurde er zum Offizier erzogen. Er zog dort in ein kleines Haus am Kieler Hafen, die sog. Villa Seelust. Seinem Vater diente er ferner bei diplomatischen Missionen im Ausland, z. B. an den Höfen von Peking und Athen. Am ersten Weltkrieg nahm Adalbert zunächst als Navigationsoffizier auf der SMS Kaiser (Kaiser-Klasse, Indienststellung 1912, 1919 Selbstversenkung in Scapa Flow) teil, dann als Kommandant des Kleinen Kreuzers SMS Danzig (Bremen-Klasse, Indienststellung 1907, 1921-1923 abgewrackt) und anschließend des Kleinen Kreuzers SMS Dresden (Cöln-Klasse, Indienststellung 1918, Selbstversenkung 1919 in Scapa Flow). Nach dem Ende des Krieges und der Monarchie zog Adalbert nach Bad Homburg (Villa Adelheidswert) und schließlich in die Schweiz und führte ein Leben in La Tour de Peilz (Kanton Waadt) am Genfer See abseits jeder Öffentlichkeit. Prinz Adalbert hatte am 3.8.1914 Prinzessin Adelheid von Sachsen-Meiningen (16.8.1891-25.4.1971) geheiratet, was eine sehr glückliche Ehe wurde; das Paar hatte drei Kinder, davon verstarb eines jung, worauf die zweitgeborene Tochter wieder den gleichen Namen, Viktoria Marina (11.09.1917-22.01.1981), erhielt. Als drittes Kind folgte Wilhelm Viktor (15.02.1919-07.02.1989). Zur Vermeidung von Öffentlichkeit lebte das Paar in der Schweiz zeitweise unter dem Namen "Graf und Gräfin Lingen".

Exlibris von Georg Otto
Georg Otto (6.9.1868-17.5.1939) hat dieses Exlibris im Jahre 1919 für Eugen Hartenstein gezeichnet. Das Vollwappen ist in ein kreisförmiges Inschriftenband eingefügt, überragt es aber sowohl oben mit der Helmzier als auch an der rechten, linken und unteren Seite mit der weit ausladend gezeichneten Helmdecke, welche in drei (2:1) große, in sich geschlossene und vier (2:2) kleine Teile geschnitten ist. Eine Eigenart des Künstlers ist, daß er mit perspektivisch in den Raum gestellten Kleinoden experimentiert, was meistens zum Beleg dafür wird, warum man so etwas im allgemeinen besser unterläßt. Das Wappen Hartenstein wird beschrieben im Siebmacher Band: Bg11 Seite: 50 Tafel: 68 (dort nach diesem Exlibris gezeichnet, weil der Künstler den Eintrag veranlaßt und das Wappen mitgeteilt hatte), in Blau eine eingebogene, goldene, mit einer blauen Lilie belegte Spitze, begleitet von zwei einwärts gerichteten, aufspringenden, goldenen Steinböcken, auf dem blau-golden bewulsteten Helm mit blau-goldenen Decken fünf goldene Straußenfedern, belegt mit einem blauen Schildchen, das einen goldenen Felsen trägt. Als Wohnort der Familie wird die Stadt Elbing angegeben.

 

Zur Genealogie der bürgerlichen Familie läßt sich folgendes mit Bezug zu Elbing finden: Eugen Johannes Hartenstein (19.6.1872-24.8.1920) stammte ursprünglich aus Württemberg und war der Sohn von Johann Friedrich Hartenstein und Marie Katharina Schlecht. Er wurde in Stuttgart geboren und heiratete ebendort am 18.12.1897 Anna Maria Karoline Link. Zunächst war Eugen Hartenstein Kaufmann in Geislingen. Später wurde er Fabrikdirektor in Elbing (Westpreußen), wo er auch verstarb. Er hatte vier Kinder, Robert (15.10.1898-), Friedrich Eugen (3.3.1901-), Erna (3.1.1904-) und Nelly (17.5.1906-). Für Eugen Hartenstein gibt es weitere Exlibris, darunter von Robert Budzinski mit Stute und Fohlen auf Weide aus dem Jahr 1917.

Interessanterweise gibt es im Rietstap einen Hardter de Hartenstein, bei dessen Wappen etliche Elemente des hier vorgestellten Wappens auftauchen: Der Felsen, der Steinbock, die Lilie, die Straußenfedern: Hardter de Hartenstein Bavière - (Nob. du St.-Empire, 29 mai 1688) - Écartelé aux 1 et 4 de sable à une fleur-de-lis d'or posée en fasce entre deux autres fleurs-de-lis du même posées en pals aux 2 et 3 d'or à un bouc rampant de sable celui du 3 contourné Sur le tout d'azur à un rocher escarpé d'argent Casque couronné Cimier sept plumes d'autruche celle du milieu partie d'argent et d'or les trois plumes à dextre de gueules d'argent et de gueules et les trois à senestre de sable d'or et de sable Lambrequin à dextre d'or et de sable à senestre d'argent et de gueules. Also: Geviert mit Herzschild, Feld 1 und 4: in Schwarz drei goldene Lilien balkenweise, die mittlere um 90° gedreht, Feld 2 und 3: in Gold einwärts ein aufspringender schwarzer Steinbock, Herzschild: in Blau ein silbernes Gebirge. Auf dem gekrönten Helm mit rechts golden-schwarzen und links silbern-roten Decken sieben Straußenfedern, die mittlere silbern-golden gespalten, die drei rechten rot-silbern und die drei linken schwarz-golden. Selbstverständlich ein anderes Wappen, doch ein bißchen viel der Zufälle bei den Motiven, um die jeweilige Kenntnis nicht anzunehmen, auch wenn der Felsen = harter Stein als redendes Wappen in beiden Fällen naheliegt.

Exlibris von Emil Doepler
Dieses Exlibris, das in zwei Größen (10,6 x 7,4 cm und 7,0 x 4,9 cm durch photographische Verkleinerung) hergestellt wurde, stammt von Emil Doepler d. J. (29.10.1855-21.12.1922). Es ist zeitlos, ohne Datierung, und nicht individualisiert, sondern das umlaufende Schriftband ist nur auf den heraldisch linken Teilstücken mit "Freiherr v. u. z. Aufsess" beschriftet, während die rechten Teilstücke freigeblieben sind, damit neben dem Auftraggeber, Dr. jur. Otto Freiherr von und zu Aufseß (25.8.1825-2.12.1903), auch andere (männliche) Familienmitglieder dieses Blatt für sich adaptieren konnten. Damit fällt das 1888 gezeichnete Exlibris unter die Familienzeichen, das frei mit dem zutreffenden Vornamen ergänzt werden kann, mit der Einschränkung auf die Vorgabe "Freiherren" und Diskriminierung der lesenden weiblichen Familienmitglieder. Es ist ein sparsames, aber aus künstlerischen Gründen kein wünschenswertes Konzept, weil die unterschiedliche Schrift Disharmonie in das symmetrisch konzipierte und graphisch ausgewogene Blatt bringt und auch die Wortlänge kaum immer zu den Freistellen passen wird. Dieser Doepler-Entwurf wurde zudem auch noch für andere Gestaltungen geklaut, wobei lediglich Schildinhalt und Helmzier ausgetauscht wurden, nämlich für J. C. Albrecht aus Basel im Jahre 1894, für Adolf Geuder zu Heroldsberg aus dem Jahr 1898 von A. Steinbrüchel und für J. Baedeker aus Iserlohn von Walter Baedeker aus Berlin.

 

Das Wappen der fränkischen Adelsfamilie zeigt in Blau einen silbernen, mit einer roten Rose belegten Balken, auf dem Helm mit blau-silbernen Decken ein golden geschafteter Pfauenwedel zwischen einem Paar blauer, jeweils mit einem silbernen, mit einer roten Rose belegten Balken belegter Büffelhörner. Das Wappen wird abgebildet im Scheiblerschen Wappenbuch, Folio 147 und beschrieben im Siebmacher Band: Bay Seite: 26 Tafel: 21, Band: ThüA Seite: 72 Tafel: 56, bei Rahrbach und bei Schöler. Die Familie erfuhr zwei Rangerhöhungen: Am 24.3.1695 erhob Kaiser Leopold die Söhne des Hans Wilhelm von Aufseß (1607-1687), Hans Friedrich II. (22.11.1648-6.2.1728) und Christoph Wilhelm (30.5.1650-3.12.1704), in den erblichen Reichsgrafenstand. Diese gräfliche Linie erlosch aber schon 1745 mit Carl Siegmund von Aufseß (3.10.1684-15.9.1745). Am 24.11.1714 erhob Kaiser Karl VI. einen anderen Carl Siegmund von Aufseß (1641-4.5.1715), den Gründer des Familienfideikommisses, gemeinsam mit seinem Bruder und seinen Cousins aller Linien in den erblichen Reichsfreiherrenstand. Im Jahre 1813 wurde die Familie in der bayerischen Adelsmatrikel bei den Freiherren eingetragen, was 1882 dahingehend ergänzt und korrigiert wurde, daß sich die Familienmitglieder Freiherren von und zu Aufseß nennen dürfen.

Otto Freiherr von und zu Aufseß war der Sohn von Hans XIX. Philipp Werner von und zu Aufseß (7.9.1801-6.5.1872), dem Altertumsforscher und Gründer des Germanisches Nationalmuseums in Nürnberg, und dessen Frau Charlotte Freiin von Seckendorff (-5.8.1882). Er studierte Rechtswissenschaften ab 1844 in Erlangen und ab 1847 in Leipzig. Er schloß 1849 ab und praktizierte zunächst am Landgericht Hersbruck und dann beim Stadtgericht Nürnberg. Nach dem zweiten Staatsexamen 1851 ging er 1852 in die Zollverwaltung an den Standorten Nürnberg, Bamberg und Lindau und bei der königlich-bayerischen Generalzolladministration. Am 1.2.1855 kam er als Grenzoberkontrolleur nach Waldsassen, am 1.10.1858 als Zollvereinskontrolleur nach Gransee (Brandenburg) und am 1.3.1860 nach Frankfurt am Main, schließlich am 1.8.1863 als Oberzollinspektor nach München. 1866 wurde er schließlich Oberzollrat in der Generalzollverwaltung, und 1868 wurde er Bevollmächtigter für Ost- und Westpreußen mit Sitz in Königsberg. 1874 ging es einmal quer durch das ganze Reich, denn seine nächste Stelle als Reichsbevollmächtigter laß im elsässischen Straßburg. 1879 ging es die Strecke wieder teilweise zurück, denn er wurde Reichsbevollmächtigter für Brandenburg und Posen mit Sitz in Berlin. Am 13.6.1882 wurde er vom bayerischen König zum Oberregierungsrat befördert. 1883 folgte ein politisches Intermezzo, als er Reichstagsabgeordneter für Forchheim (Deutsche Fortschrittspartei) wurde. Otto Freiherr von und zu Aufseß heiratete am 16.4.1855 Jenny Freiin von Reitzenstein-Hartungs, die Tochter von Alexander Freiherr von Reitzenstein-Hartungs. Otto Freiherr von und zu Aufseß war sehr an Heraldik und Genealogie interessiert und schrieb 1888 eine Familiengeschichte. Er hatte 1872 als Familienältester und Mitbesitzer von Schloß Unteraufseß die Geschäfte der Familie übernommen und gründete zusammen mit seinen Brüdern Hermann, Friedrich, Hans und seinem Cousin Hugo im Jahr 1882 die Aufseß'sche Familienstiftung.

Exlibris von Georg Otto
Das Exlibris für Ulrich von Trotha (10.5.1854-25.1.1946) aus dem Jahre 1903 hat Georg Otto (6.9.1868-17.5.1939) gezeichnet. Das Vollwappen mit Kübelhelm und ungezaddelter Decke ist vor einem Hintergrund aus dicht gedrängten Kreisen in einen Architekturrahmen mit einem Spitzbogen auf zwei kunstvoll mit gedrehten gestümmelten Ästen verzierten Säulen gesetzt. Das Wappen der von Trotha zeigt in Gold auf einem grünen Dreiberg einen schwarzen Raben (Vogel, Dohle) mit goldenem Ring im Schnabel, auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein sitzender schwarzer Wolf. Das Wappen wird beschrieben im Aschaffenburger Wappenbuch, Tafel 58 Seite 95 und im Siebmacher Band: He Seite: 28 Tafel: 31, Band: Pr Seite: 418 Tafel: 462 und  Band: Anh Seite: 7 Tafel: 8.

Hier ist das reine Stammwappen der aus dem Saalekreis stammenden Familie zu sehen; später erfolgte am 28.2.1586 durch den Kaiser zu Prag die unberechtigte Wappenvereinigung mit der Familie von Trott zu Solz, die aus dem Hessischen stammt und genealogisch nichts mit den von Trotha gemeinsam hat. Die nicht verwandten von Trott zu Solz führen in Blau einen rot-silbern in zwei Reihen geschachten Sparren, auf dem Helm mit rot-silbernen Decken auf einem roten, mit Hermelin aufgeschlagenen Turnierhut ein schwarzer, mit silbernen Herzchen bestreuter Flug (Siebmacher Band: Bad Seite: 133 Tafel: 78, Band: Pr Seite: 418 Tafel: 462, Band: PrE Seite: 174 Tafel: 150, Band: PrE Seite: 205 Tafel: 178, Band: Anh Seite: 7 Tafel: 8, Band: BraA Seite: 97 Tafel: 59, Band: ThüA Seite: 45 Tafel: 35). Die Wappenvereinigung beruhte auf kaiserlicher Uninformiertheit, beruhte allein auf dem ähnlichen Klang beider Namen und ist völlig ohne Berechtigung; deshalb machen beide Familien keinen Gebrauch mehr von dem vereinigten Wappen.

 

Im 14. Jh. teilte sich die Familie unter den Söhnen des Stammvaters Wolf (Wole, Wolfgang) von Trotha in zwei sogenannte Alte Linien, die erste mit Hermann von Trotha, die zweite mit Claus oder Nicolaus als Initiator.  Aus der ersten Alten Linie ging die Alte Krosigker Linie (erloschen 1545) hervor, und daraus die Alte Schkopauer Linie und die Wettiner Linie, aus der zweiten Alten Linie die Alte Gänsefurth-Hecklinger Linie (erloschen 1619) und die Gutenberger Linie (erloschen 1683), die Teutschenthal-Bennstedter Linie mit ihren zwei Zweigen Bennstedt (1591 erloschen) und Teutschenthal (daraus entstanden alle heute noch lebenden Zweige), und daraus die Zeitzer Linie (1563 erloschen). Aus dem Teuschenthaler Zweig entstand die Neue Krosigker Linie (erloschen 1762), und vom Teuschenthaler Zweig spalteten sich die erste und die zweite Neue Linie ab. Die erste Neue Linie gliederte sich in den 1. Ast Gänsefurth-Hecklingen (mit dem 1. Zweig Bittkau, dem 2. Zweg Hecklingen, dem 3. Zweig Gänsefurth, dem 4. Zweig Rybienitz und dem 5. Zweig, noch ohne Namen) und den 2. Ast Krosigk-Teutschenthal (mit dem 1. Zweig Krosigk und dem 2. Zweig Teutschenthal), die zweite Neue Linie in den 1. Ast Obhausen und den 2. Ast Skopau.

Ein Schriftband ganz oben nennt den Ort Schkopau, eine Gemeinde im heutigen Saalekreis (Sachsen-Anhalt): 1444 kam Burg Schkopau in den Besitz des Bischofs von Merseburg. Im Jahre 1477, als Thilo von Trotha Merseburger Bischof war, wurde Schkopau von Claus von Trotha erworben, in der Folgezeit zum Schloß ausgebaut und blieb bis 1945 in Familienbesitz, als Ulrich von Trotha, ehemaliger General-Landschaftsdirektor der Provinz Sachsen, damals neunzigjährig, von den Sowjets im Rahmen der Bodenreform enteignet wurde. 1946 wurde der Exlibriseigner Ulrich von Trotha, Sohn des preußischen Generalleutnants Ernst Otto von Trotha (24.6.1819-29.1.1903) und dessen Frau, Rosa Armgard Henriette von Helldorff (24.8.1826-13.6.1903), schlicht auf dem Schkopauer Friedhof begraben. Seine 1881 in Berlin geehelichte Frau, Alexandra von Bonin, war bereits am 21.4.1928 verstorben. Schloß Schkopau, das erst 1876 sein heutiges Aussehen im Stil der Neorenaissance erhielt und heute von der Sauske Management GmbH als Schloßhotel geführt wird, war 2011 Kulisse eines Familientreffens der von Trotha.

Exlibris von Georg Otto
Georg Otto (6.9.1868-17.5.1939) ist der Urheber dieses opulenten Aufrisses des Wappens für Manfred Burggraf und Graf zu Dohna-Schlobitten auf einem Exlibris des Jahres 1899. Das Wappen der Grafen von Dohna (früher Burggrafen von Donin) zeigt in Blau zwei schräggekreuzte silberne Hirschstangen, die Zinken einwärts, auf dem gekrönten Helm mit blau-silbernen Decken zwischen einem silbernen Hirschgeweih eine wachsende gekrönte Jungfrau in hier silbern-blau geviertem Kleide und mit losem goldenen Haar, mit beiden Händen je eine der Hirschstangen ergreifend. Hier wurde als Form der Jungfrauenkrone eine achteckige mittelalterliche Bügelkrone mit oben abgerundeten Platten und einem Kreuz über der erhöhten Stirnplatte gewählt. Die exakte Farbe des Gewandes ist linienabhängig, je nachdem ist das Kleid auch gänzlich blau, silbern-blau oder blau-silbern gespalten oder auch blau-silbern geviert. Als Schildhalter dienen zwei einwärts gekehrte silberne Engel, die goldene Palmzweige in ihrer jeweils äußeren Hand halten. Die jeweils inneren Engelsflügel kommen in dem vorliegenden Aufriß hinter den Hirschstangen des Kleinods zu liegen, die äußeren ragen über den dreifachen Rechteckrahmen hinaus, ebenso wie die unteren Partien der sich hinter den Engeln durchziehenden Helmdecken. Das Wappen wird abgebildet im Scheiblerschen Wappenbuch auf Folio 317, dort ist das Gewand der Zimier z. B. gänzlich blau. Das Wappen wird beschrieben im Siebmacher Band: Bö Seite: 220 Tafel: 95, Band: OstN Seite: 29 Tafel: 22-23 und Band: Pr Seite: 6 Tafel: 6. Es ist ein Wappen, das trotz Aufstieg 1648 in den Grafenstand und 1900 in den Fürstenstand angenehmerweise nie vermehrt und damit auch nie verunstaltet wurde.

 

Die Familie begann ihre Entwicklung in Sachsen: Als reichsunmittelbare Burggrafen von Donin/Dohna waren sie in der Nähe von Dresden zu Hause und bauten sich mit Pirna, Weesenstein und Königstein eine eigene Herrschaft auf. Doch der weitere Aufstieg, evtl. sogar zu einer eigenen souveränen Landesherrschaft wurde ihnen von den Markgrafen von Meißen verbaut. Nachdem die Burggrafschaft infolge der Dohnaischen Fehde zwischen den Burggrafen von Dohna und Hans von Körbitz gewaltsam von den Wettinern unter Markgraf Wilhelm I. übernommen worden war, die Burggrafen Otto Heide II. und seine Söhne Jeschke, Otto Heide III. und Otto Mul unterlagen und Burggraf Jan von Dohna 1402 bei einem Reitergefecht getötet worden war, wurde die Burggrafschaft Dohna in die Mark Meißen einverleibt. Die Burggrafen wurden aus den Herrschaften und Burgen verdrängt und nach Böhmen, Schlesien (Wartenberg, Goschütz), in die Lausitz (Pförten, Straupitz, Königsbrück, Muskau), in die Grafschaft Glatz und in das Vogtland (Auerbach, Werdau) vertrieben. Es erfolgte noch eine letzte Belehnung von Nikolaus und Jesko von Donin mit der erblichen reichsunmittelbaren Burggrafschaft Donin durch Kaiser Sigismund am 20.12.1420 zu Brixen, auch wenn unterdessen die Waffen Tatsachen geschaffen hatten und der Kaiser ihnen den tatsächlichen Besitz des Burggrafentums nicht wieder verschaffen konnte, auch weil er viel zu beschäftigt war mit dem hussitischen Problem. Tatsächlich hatten die Burggrafen mit dem Verlust der sächsischen Gebiete die Reichsunmittelbarkeit verloren, und der Weg in eine spätere Reichsstandschaft war verbaut. Kaiser Ferdinand I. erinnerte letztmalig am 7.12.1558 Kurfürst August von Sachsen bezüglich Rückgabe der widerrechtlich angeeigneten Burggrafschaft, ebenso ergebnislos wie das letzte Restitutionsgesuch der Burggrafen zu Dohna an König Friedrich von Böhmen am 13.11.1619 zu Prag.

Die böhmische Linie ist 1652 erloschen. Die 1609 erloschene Grafensteiner Linie brachte als Abspaltungen die 1671 ausgestorbene Lausitzer Linie (Muskauer Linie) und die schlesisch-preußische Linie hervor. Deren schlesischer Zweig, auf Christoph von Dohna zurückgehend, erlosch 1711 mit Karl Hannibal II. zu Dohna-Kreschen. Die preußische Linie geht auf Christophs jüngeren Bruder Stanislaus von Dohna (1433-1504) zurück, nachdem dieser aus Schlesien als Söldnerführer im Dienste des Deutschen Ordens nach Ostpreußen aufbrach, wo die Familie erneut seßhaft wurde. Besagter Stanislaus von Dohna wurde zum Stammvater des fortbestehenden Familienzweiges. Kaiser Rudolf II. erhob im Jahre 1600 den Reichsburggrafen und Grafen Abraham zu Dohna-Kreschen (1561-1.5.1613) aus der schlesischen Linie in den Reichsfürstenstand; die Familie machte aber später keinen Gebrauch von diesem Titel. Am 18.3.1648 bekamen die von Dohna, die bisher zu den Freiherren gerechnet wurden, wenigstens als gesamtes Geschlecht durch Kaiser Ferdinand III. zu Prag die Anerkennung als Reichsburggrafen und Grafen, außerdem am 27.6.1648 zu Kleve die kurbrandenburgische Anerkennung für das Herzogtum Preußen.

Die preußische Linie spaltete sich unter den Söhnen von Achatius I. Burggraf von Dohna-Carwinden-Lauck (17.5.1533-1601) in die Reichertswalder Linie, beginnend mit Fabian II. von Dohna (25.2.1577-12.8.1631) und erloschen im Jahre 1878 mit Constantin Feodor Graf zu Dohna-Reichertswalde (29.10.1807-19.6.1878), und in die Vianische Linie, beginnend mit Fabians Bruder, Christoph von Dohna (27.6.1583-1.7.1637), Oberstkämmerer und kaiserlicher Truchseß. Die ältere Hauptlinie umfaßt die Linien Dohna-Lauck und Dohna-Reichertswalde. Die jüngere Hauptlinie (Vianische Linie) umfaßt die Linien Dohna-Schlobitten, Dohna-Schlodien und Dohna-Carwinden. Des Letztgenannten Enkel, Alexander zu Dohna-Schlobitten (5.2.1661-25.2.1728), begründete das Haus Schlobitten, ein zweiter Enkel, Christoph I. zu Dohna-Schlodien (5.4.1665-11.10.1733), das Haus Schlodien, das die Nebenlinien Dohna-Kotzenau und Dohna-Mallwitz hervorbrachte. Christoph Delphicus von Dohna (4.6.1628-21.5.1668), ein Sohn des Christoph von Dohna (1583-1637), wurde zum Begründer der schwedischen Linie (Linie Dohna-Carwinden, im Mannesstamm erloschen 1820 mit Graf August Magnus Delphicus, 11.4.1763-15.9.1820). Erst am 10.9.1840 wurden von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen anläßlich der Erbhuldigung zu Königsberg die Fideikommißherrschaften Lauck, Reichertswalde, Schlobitten-Prökelwitz und Schlodien-Carwinden zu einem grafschaftähnlichen Konstrukt zusammengefaßt, der sogenannten Gesamtgrafschaft Dohna. Ab dem 12.10.1854 waren die Besitzer der genannten Fideikommisse erbliche Mitglieder des ehemaligen preußischen Herrenhauses. Den preußischen Fürstenstand mit dem Prädikat "Durchlaucht" bekam Burggraf Richard Wilhelm Ludwig (17.8.1843-21.8.1916) aus der Linie Dohna-Schlobitten am 1.1.1900 von König Wilhelm II. zu Berlin in der Primogenitur verliehen. Im Jahre der Entstehung des Exlibris, 1899, wurde seinem Sohn, Richard Emil Fürst zu Dohna-Schlobitten Burggraf zu Dohna (8.10.1872-18.11.1918), ein Sohn geboren, Wilhelm Hermann Alexander Richard Graf zu Dohna-Schlobitten Burggraf zu Dohna (11.12.1899-29.10.1997), der später als dritter Fürst nachfolgte.

 

Das auf dem Blatt genannte Schlobitten liegt in Ostpreußen und heißt heute Slobity. Peter zu Dohna (1483-1552/53) gelangte 1525 an den Besitz Schlobitten, der später noch um Prökelwitz, Davids, Kielmy-Coellmen und Bielica-Behlenhof erweitert wurde. Von 1589 bis zur Vertreibung 1945 hatte die Linie der von Dohna zu Schlobitten hier ihren Hauptsitz. Das von Achatius zu Dohna (17.5.1533-1601) erbaute erste Herrenhaus wurde im Laufe der Zeit immer weiter schloßartig ausgebaut, hauptsächlich unter dem preußischen Generalfeldmarschall, 1. Etats- und Kriegsminister und königlichen Oberhofmarschall Alexander zu Dohna (5.2.1661-25.2.1728), unter anderem von bedeutenden Baumeistern wie Ende des 17. Jh. von Jean Baptist Broebes, Festungsbaumeister in Pillau, Anfang des 18. Jh. von Johann Caspar Hindersin und Joachim Ludwig Schultheiß von Unfried, Königsberger Schloßbaumeister und Leiter des ostpreußischen Bauwesens. Am 23.1.1945 wurde das Schloß durch die Rote Armee zerstört und gebrandschatzt, wie so viele ostpreußische Herrenhäuser bevorzugtes Ziel der Zerstörungswut sinnlosen revolutionären Hasses. Der heute Zustand der im Besitz der Staatlichen Agentur für Landwirtschaftliche Immobilien befindlichen Anlage ist nach wie vor ruinös, vom in Brand gesteckten Haupthaus stehen noch die Außenwände; die von Bomben getroffenen Seitenflügel sind abgerissen worden, die Kriegsruinen der Nebengebäude sind bis auf das verfallene Branntweinhaus abgetragen worden.

Literatur, Quellen und Links:
Elke Schutt-Kehm, Exlibris-Katalog des Gutenberg-Museums, 2. Teil, Band 1: A-K, 720 Seiten, 1685 Abb., Verlag Claus Wittal, Wiesbaden, 1998, ISBN 978-3-922 835-31-8.
Elke Schutt-Kehm, Exlibris-Katalog des Gutenberg-Museums, 2. Teil, Band 2: L-Z, 736 Seiten, 1795 Abb., Verlag Claus Wittal, Wiesbaden, 1998, ISBN 978-3-922 835-32-5
Claus Wittal, Eignerverzeichnis zum Exlibris-Katalog des Gutenberg-Museums, Verlag Claus Wittal, 2003, 336 Seiten, 595 Abb., ISBN 978-3-922 835-33-2
Siebmachers Wappenbücher wie angegeben
Villa Petershall:
http://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Petershall
Familie Peters: Eike Pies, Neues Bergisches Wappenbuch bürgerlicher Familien, Bauer & Raspe Verlag, 1998, S. 235
Villa Petershall:
www.luxor.de/altbau/exp/avil/villa-petershall.pdf?
Ulrich S. Soénius, David Peters, in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S.243 f., online:
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von Brentano:
https://de.wikipedia.org/wiki/Brentano
A. E. Johann: Die Brentanos und Brentano, Aufsätze in der "Zeit", 3.1.1957
http://www.zeit.de/1957/01/die-brentanos-und-brentano/komplettansicht
Klaus Günzel: Die Brentanos, Artikel in der "Zeit", 24.9.1993:
http://www.zeit.de/1993/39/die-brentanos/komplettansicht
Klaus Günzel: Die Brentanos - eine deutsche Familiengeschichte, Artemis & Winkler Verlag, Zürich/München, 2000, ISBN-10: 3760810896, ISBN-13: 978-3760810898
Konrad Feilchenfeldt, Luciano Zagari (Hrsg.): Die Brentano: Eine europäische Familie, Walter de Gruyter, 1992, 336 S.
Paul Kluckhohn: Brentano, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 588-597  -
https://www.deutsche-biographie.de/gnd118515101.html#ndbcontent
Alfred F. Wolfert, Aschaffenburger Wappenbuch, Veröffentlichung des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg e. V., Aschaffenburg 1983, Tafel 5 Seite 229, 106, 117
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http://www.preussen.de/de/geschichte/1888_wilhelm_ii./kinder/joachim.html
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https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_von_Preußen
Schwarzer Adlerorden:
https://heraldik-wiki.de/wiki/Schwarzer_Adlerorden
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http://www.ordensmuseum.de/Ordensstatuten/preusen/hoher-orden-vom-schwarzen-adler/
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http://www.preussenweb.de/prorden.htm
Josef Kopacsy:
https://sk.wikipedia.org/wiki/Jozef_Kop%C3%A1%C4%8Di - https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B3zsef_Kop%C3%A1csy - https://hu.wikipedia.org/wiki/Kop%C3%A1csy_J%C3%B3zsef
Darstellung des Bischofs Josef Kopacsy mit Wappen 1841:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/c/c3/J%C3%B3zsef_Kop%C3%A1csy_Litho.JPG
Biographie von Josef Kopacsy im Österreichischen Biographischen Lexikon 1815-1950, Bd. 4, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1969, S. 112 -
http://www.biographien.ac.at/oebl_4/112.pdf
kirchliche Biographie von Josef Kopacsy:
http://www.catholic-hierarchy.org/bishop/bkopac.html
Genealogie Egan-Krieger:
http://www.haduloha.de/fiches/fiche75.htm#f1516 - http://www.haduloha.de/fiches/fiche75.htm
Albert Schuch: Klauzál, Czilchert, Egan - biographische Skizzen, in: Burgenländische Heimatblätter, hrsg. vom Amt der Burgenländischen Landesregierung, Landesarchiv/Landesbibliothek und Landesmuseum, 61. Jahrgang, Eisenstadt 1999, Heft Nr. 3,
http://www.zobodat.at/pdf/Burgenlaendische-Heimatblaetter_61_0129-0180.pdf
Wappen Egan-Krieger:
http://heraldikaerby.blogspot.de/2015/11/jeno-von-egan-krieger.html
Egan-Wappen in Lorrha:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lorrha_Priory_of_St._Peter_Choir_North_Wall_Coat_of_Arms_of_Constantine_Egan_and_his_son_John_4_October_1689_2010_09_04.jpg
Egan-Wappen in Farbe:
https://1.bp.blogspot.com/-5GNFxqdsYvI/V4t5Yyd20jI/AAAAAAAAAQI/QuPecu-sR_seGOJ02ufDqsSIfaHICGsLwCLcB/s1600/Egan%2Bde%2BBorosty%25C3%25A1nko.jpg
Genealogie:
https://www.geni.com/people/L%C3%A1szl%C3%B3-O-Egan/6000000027590765259, https://www.geni.com/people/Ede-O-Egan/6000000027590312119 und abhängige Seiten
Burke, General Armoury
Adalbert von Preußen:
http://www.preussen.de/de/geschichte/1888_wilhelm_ii./kinder/adalbert.html
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http://www.mz-web.de/merseburg/saalekreis-rueckkehr-in-die-alte-heimat-7372970 - http://schlosshotel-schkopau.de/information/pressespiegel/Trotha.pdf
von Trotha:
https://de.wikipedia.org/wiki/Trotha_(Adelsgeschlecht)
von Trott zu Solz:
https://de.wikipedia.org/wiki/Trott_zu_Solz
Schloß Schkopau:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Schkopau
Schloßhotel Schloß Schkopau:
http://www.schlosshotel-schkopau.de/
Stammtafel von Trotha:
https://trotha.de/stammtafel/
Wappen der von Trotha:
https://trotha.de/die-geschichte-der-trothas/wappen/
Genealogie von Trotha:
http://www.vongoetze.com/egf/abfrage.pl?aktion=person_zeigen&person_id=9252&sprache=en und http://www.stammreihen.de/getperson.php?personID=IH000012&tree=tree1
Genealogie Dohna:
http://genealogy.euweb.cz/dohna/dohna9.html
Liste der Burggrafen von Dohna:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Burggrafen_von_Dohna
Dohnaische Fehde:
https://de.wikipedia.org/wiki/Dohnaische_Fehde
Geschichte von Dohna:
http://www.stadt-dohna.de/stadt-dohna/uber-dohna/geschichte/
Burg Dohna:
http://burgrekonstruktion.de/main.php?g2_itemId=4978/
Genealogie Dohna in Pierers Universal-Lexikon:
http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Dohna+[2]
Genealogie Dohna in Meyers Großem Konversations-Lexikon:
http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Dohna+%5B2%5D
Dohna:
https://de.wikipedia.org/wiki/Dohna_(Adelsgeschlecht)
Dohna: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser, Teil A, 115. Jg. 1942, S. 172
Dohna: Gothaischer Genealogischer Hofkalender, 138. Jg., 1900, S. 303
Dohna: Genealogisches Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser, 9. Jg., 1836, S. 153
Schloß Schlobitten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Schlobitten
Schloß Schlobitten:
http://www.burgerbe.de/2015/03/09/graf-dohna-und-das-ende-von-schloss-schlobitten-23091/
Schloß Schlobitten:
http://www.bildarchiv-ostpreussen.de/cgi-bin/bildarchiv/suche/show_foto.cgi?lang=deutsch&id=72681&showmenu=1&bildinfos=1
Schloß Schlobitten:
http://www.ostpreussen.net/ostpreussen/orte.php?bericht=780&gl780=0#gl780 - http://www.ostpreussen.net/ostpreussen/orte.php?bericht=781
Bemerkenswerte Mitglieder der Familie zu Dohna:
http://www.ostpreussen.net/ostpreussen/orte.php?bericht=779
Lothar Graf zu Dohna: Die Dohnas und Schlobitten, in: Carl Grommelt und Christine von Mertens: Schloß Schlobitten, Stuttgart 1962.
Schloß Schlobitten, Video:
https://www.youtube.com/watch?v=CnbVVNyQrlE und https://www.youtube.com/watch?v=lldabGFU-N0
Lothar Graf zu Dohna: Die Dohnas und ihre Häuser - Profil einer europäischen Adelsfamilie, 1339 S., Wallstein Verlag, 2013, ISBN-10: 3835312375, ISBN-13: 978-3835312371
Rezension des vorgenannten Buches:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/lothar-graf-zu-dohna-die-dohnas-und-ihre-haeuser-sie-wussten-stets-wer-sie-waren-12191137-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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