Bernhard Peter
Historische heraldische Exlibris (27)

Exlibris von Georg Otto:
Ein heraldisches Exlibris auf sechseckiger Basis aus dem Jahr 1893, entworfen von Georg Otto (1868-1939) für Christoph Graf Vitzthum v. Eckstaedt (Klischeedruck, 8.4 x 7.0 cm, veröffentlicht in: Georg Otto, Zwanzig Bücherzeichen, J. A. Stargardt, Berlin 1894). Das Wappen zeigt in Gold zwei rote Pfähle, überdeckt von einem silbernen Balken. Auf dem gekrönten Helm mit rot-goldenen oder rot-silbernen (je nach Quelle) Decken ein spitzer Hut, oben mit einem goldenen sechszackigen Stern besteckt und an den Seiten mit Hahnenfedern. Hut und Federn sind rot und silbern tingiert, wofür sich in der Literatur aber verschiedene Varianten finden. Meist wird der Hut rot abgegeben, die Hahnenfedern abwechselnd rot und silbern. Das Wappen der thüringischen Familie mit dem Stammsitz Eckstedt wird beschrieben im Siebmacher Band: Pr Seite: 428 Tafel: 471, Band: BraA Seite: 99 Tafel: 60, Band: Bay Seite: 24b Tafel: 19, Band: Sa Seite: 51 Tafel: 59 und Band: Bö Seite: 266 Tafel: 123. 1771 wurde eine Linie in der Person des Friedrich Vitzthum von Eckstädt (gest. 1726) in den Grafenstand erhoben. Diesem Zweig gehörte Schönwölkau und seit einem Jahr nach der Erhebung auch Schloß Lichtenwalde. Es gibt ein geviertes gräfliches Wappen, Feld 1 und 4: in Purpur ein gekrönter goldener Löwe, einen grünen Palmenzweig haltend, Feld 2 und 3: in Grün ein gekrönter schwarzer Adler, alle Tiere einwärts, Herzschild: Stammwappen. Dazu werden drei Helme geführt: Helm 1 (Mitte): Stammhelm, Helm 2 (rechts): auf dem rot-golden bewulsteten Helm mit ebensolchen Decken ein wachsender, golden gekrönter, goldener Löwe, einen grünen Palmenzweig haltend (zu Feld 1 und 4), Helm 3 (links): auf dem zuweilen rot-silbern bewulsteten Helm mit rot-silbernen Decken ein wachsender schwarzer Adler (zu Feld 2 und 3). Über Purpur, eine exotische Tinktur in der deutschen Heraldik, und Farbe auf und an Farbe kann man aus ästhetischer Sicht sehr geteilter Meinung sein, m. E. ein klassischer Fall von Wappenverschlimmbesserung. Hier ist dem schlichten und ästhetischen Stammwappen alleine der Vorzug gegeben worden. Cave: Die erloschenen Vitzthum von Apolda führen einen Ast mit Äpfeln im Wappen, die Vitzthum zu Roßla desgleichen, die davon sich ableitenden Zweige Tannroda und Vitzthum von Egersberg ebenso. Mehrere Personen führten in dem in Frage kommenden Zeitraum den Vornamen Christoph, so Christoph Rudolf Graf Vitzthum v. Eckstädt (22.12.1861 - 14.2.1945) und Christoph Johann Friedrich Graf Vitzthum v. Eckstädt (14.10.1863 - 30.12.1944), 1909-1918 sächsischer Innen- und Außenminister, beide aus Dresden stammend.

Exlibris von Georg Otto:
Ein heraldisches Exlibris aus dem Jahr 1893, entworfen von Georg Otto (1868-1939) für Christian Heinrich Albertus Freiherr von Ohlendorff (Klischeedruck, 9.5 x 5.5 cm). Das Wappen ist halbgespalten und geteilt, oben rechts in Silber drei (2:1) Rosen, oben links in Rot ein aufspringendes silbernes Einhorn, unten in Blau drei goldene Pfähle. Auf dem gekrönten Helm das silberne Einhorn wachsend. Zwei schildhaltende Löwen sind zu sehen, der linke hersehend. Heraldisch nicht regelgerecht, aber leider oft so gezeichnet, ist die gleichzeitige Verwendung einer siebenperligen Freiherrenkrone und eines Helmes mit Decken und Zier, guter Stil ist entweder das eine oder das andere. Darstellerisch unglücklich ist das Einhorn der Helmzier von vorne; wie man an diesem Beispiel schön sieht, ist genau diese verminderte Erkennbarkeit der Grund, warum man solche Tiere immer besser im Profil oder Halbprofil zeichnet. Der Eigner wurde am 20.3.1834 als Sohn des aus dem niedersächsischen Dorf Evern stammenden und um 1820 nach Hamburg gekommenen Landschaftsgärtners Johann Heinrich Ohlendorff in Hamburg geboren. Christian Heinrich Albertus wurde Kaufmann, machte sich 1856 anläßlich des Konkurses seines bisherigen Ausbildungsbetriebes und Arbeitgebers mit nur 22 Jahren selbständig, mußte die Firma aber 1857 abwickeln, worauf er in die Firma Ohlendorff & Co. seines Bruders einstieg, der die Geschäfte übernahm. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Heinrich wurde er zum größten Guano-Importeur im Deutschen Reich von den peruanischen Inseln. Die Firma war so groß, daß bald 1000 Angestellte in Lohn waren und Dependancen in Städten wie London und Antwerpen bestanden. Die Brüder wurden so wohlhabend, daß sie zeitweise als reichste Hamburger Familie galten. In den Jahren 1874 bis 1894 war er Aufsichtsratsvorsitzender der Norddeutschen Bank. Er besaß Güter in Mecklenburg (Landkreis Ludwigslust) und wurde 1873 nobilitiert und 1888 zusammen mit seinem Bruder in den erblichen preußischen Freiherrenstand erhoben. Da er letztendlich mit Vogelscheiße reich und angesehen wurde, verschaffte ihm das den Spitznamen "Schietbaron". Diese Erhebungen verdankten die Brüder aber weniger ihrem Wohlstand, sondern die erste, weil sie nach dem deutsch-französischen Krieg Verdienste in der Sorge um die Verwundeten erworben hatten, und die zweite, weil sie die Eingliederung der beiden Städte Bremen und Hamburg in das Zollgebiet des Deutschen Reiches förderten und der Politik Bismarcks ein fürsprechendes Organ zur Verfügung stellten. Die Freundschaft zu Bismarck währte aber nur bis 1892, als ohne Wissen der Brüder in einer Zeitung, die ihnen mitgehörte, Bismarck-kritische Artikel erschienen waren und der Kontakt seitens des Düpierten abgebrochen wurde. Christian Heinrich Albertus verstarb am 20.1.1894, ein Jahr nach Herstellung dieses Blattes, auf seinem 1888 erworbenen Gut Gresse in Mecklenburg mit einem neugotischen Herrenhaus. Albertus Eduard Freiherr von Ohlendorff, sein ältester Sohn, wurde Fideikommißherr auf dem Landgut. Das hier beschriebene Wappen ist an dem Backstein-Mausoleum in Gresse über dem Eingang angebracht.

Begleitet wird das Familienwappen unten links von dem Kleinen Hamburger Stadtwappen, in Rot eine silberne Burg mit drei Türmen, der mittlere Turm mit einem Kreuz auf der Spitze, über den beiden Seitentürmen je ein silberner Stern. Über dem Wappen halten zwei Meerjungfrauen (passend zum Seehandel) eine Stadtansicht. Eine andere Farbvariante, veröffentlicht in: Georg Otto, Zwanzig Bücherzeichen, J. A. Stargardt, Berlin 1894:

Exlibris von Adolf Methfessel:
Ein heraldisches Exlibris aus dem Jahr 1901, entworfen von Adolf Methfessel (1836-1909) aus Bern für Gustav Grunau (Klischeedruck, 10.4 x 7.4 cm). Das Blatt ist im Druck links unten außerhalb des Randes "AM" signiert und in der Mitte datiert. Rechts das Monogramm "RM". Das Wappen Grunau (Grunau von Bern, ehemals von Eblingen-Brienz) zeigt einen geteilten Schild, oben in Rot ein aus der Teilung wachsender wilder Mann mit einem grünen Laubkranz um Kopf und Hüften, mit der Rechten eine goldene Keule schulternd, unten in Blau ein goldenes Schräggitter. Helmzier der wilde Mann aus dem oberen Feld wachsend. Es wird beschrieben im Siebmacher Band Bg7 Seite: 65 Tafel: 66. Dr. Gustav Grunau war Verleger in Bern. Eine Abbildung des Familienwappens findet sich ferner im Berner Wappenbuch von 1932.

Exlibris von Ernst Krahl:
Ein undatiertes (muß zwischen 1895 und 1926 entstanden sein) heraldisches Exlibris, entworfen von Ernst Krahl (1858-1926) für Lucia Gräfin Palffy geb. Gräfin Wilczek. Maria Lucia Josepha Angela Beatrix Xaveria Gräfin v. Wilczek (30.11.1862 - 1958) war die Tochter von Johann Nepomuk Joseph Maria Stanislaus Thaddäus Ambrosius Angelikus Blasius Graf Wilczek Freiherr und Bannerherr v. Hultschin u. Gutenland (7.12.1837 - 27.1.1922) und Emma Helena Maria Gräfin Emo-Capodilista (18.8.1833 - 26.8.1924). Sie hatte am 16.2.1895 in Wien Erdõdi Gróf Pálffy Mária József János Nepomuk Anton von Padua Jordan Rafael (8.9.1853 - 22.1.1920) geheiratet, Obergespan of Bratislava, den Sohn von Erdõdi Gróf Pálffy Móric (12.7.1812 - 14.9.1897), der ebenfalls eine Gräfin Wilczek geheiratet hatte, nämlich Maria Franziska de Paula Gabriela Carola Josepha Gräfin Wilczek (19.8.1829 - 18.9.1894). Die Kinder von Gräfin Lucia und Graf Josef waren Erdõdi Gräfin Pálffy Mária Lucia Emma Jozefa Ignacia Balbina (26.3.1896 - 23.12.1952), Erdõdi Gróf Pálffy Franziska de Paula Mária Jozefa Ignacia Gabrielle Antónia Rozina (10.3.1897 - 18.1.1980), Erdõdi Gróf Pálffy József Mária János Nepomuk Móric Ignác Antal Expeditus (21.2.1898 - 14.4.1978), Erdõdi Gróf Pálffy Péter Mária József János Ignác Antonius von Padua Dysmas Expeditus (10.9.1899 - 27.10.1987) und Erdõdi Gróf Pálffy Károly Mária József Ignác Antonius Expeditus Kelemen (10.2.1905 - 6.11.1992). Das Wappen Palffy von Erdöd (Palffy ab Erdöd) wird beschrieben im Siebmacher Band: FstB Seite: 32 Tafel: 60-61, Band: Mä Seite: 95 Tafel: 74, Band: SchlA2 Seite: 88 Tafel: 56, Band: Bö Seite: 155 Tafel: 71, Band: Kro Seite: 138-139 Tafel: 100, Band: Un Seite: 474 Tafel: 347-348, Band: NÖ1 Seite: 327 Tafel: 175, Band: Sibü Seite: 281 Tafel: 209. Hier ist das gewendete Stammwappen abgebildet, in Blau aus grünem Dreiberg wachsend ein goldenes Wagenrad, aus dem ein goldener Hirsch wächst. Zu diesem Stammwappen paßt als Kleinod zu blau-goldenen Decken der wachsende goldene Hirsch (hier nicht dargestellt). Die Diskussion der verschiedenen Palffy-Wappen wie z. B. Palffy-Daun, Fürsten von Theano, Palffy-Ujezd etc. würde hier jeden Rahmen sprengen, es sei auf die angegebenen Siebmacher-Bände verwiesen. Das Geschlecht war eines der herausragendsten und begütertsten in Österreich-Ungarn und stellten viele hohe Offiziere und Staatsdiener im Habsburgerreich, und etliche historische Palais in den Städten Wien, Bratislava und Prag erinnern an die Familie.

Das Wappen auf der heraldisch linken Seite ist das Stammwappen der Grafen von Wilczek. Das Wappen dieser zum polnisch-schlesischen Uradel der Wappengenossenschaft Koziel gerechneten und in Österreich-Ungarn blühenden Familie wird beschrieben in den Siebmacher-Bänden Niederösterreich und Österreichisch-Schlesien. Die von Wilczek erlangten den Freiherrenstand mit "Frei- und Bannerherr v. Hultschin u. Gutenland" am 1.4.1500, den ungarischen Grafenstand am 16.11.1709 sowie den Reichsgrafenstand am 8.4.1714. Böhmischer Grafenstand 29.6.1729. Ungarisches Indigenat (Heimatrecht und Aufnahme in den einheimischen Adel) 1715, Bestätigung des Magnatenstandes in Polen von König August III am 13.1.1784. 1769 preußische Adelsanerkennung, 1787 preußischer Freiherrenstand für Matthias v. Wilczek. Das Stammwappen der von Wilczek ist in Rot ein silberner Bock. Auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken ein wachsender silberner Bock. Das vermehrte Wappen von 1713 ist geviert mit Herzschild:

Hier wird nur dieses stark und nicht zu seinem Vorteil modifizierte Stammwappen in der Form, wie es im gräflichen vermehrten Wappen verwendet wird, wiedergegeben, eine ab 1769 auftretende vereinfachte Variante, die zwar dem Stammwappen ähnelt und auch nur den Bock zur Helmzier hat, aber die zwischenzeitlich durchgeführten Veränderungen wie die Leibbinde und der Dreiberg bleiben bestehen.

Exlibris von Emil Gerster:
Ein heraldisches Exlibris aus dem Jahr 1894, entworfen von Emil Gerster (6.8.1876 - 22.6.1937) für Prof. theol. Rudolf Steck aus Bern. Ein passender Rudolf Steck lebte 18.1.1842 - 30.11.1924 und war Neutestamentler an der ev.-theol. Fakultät der Universität Bern. Er studierte Theologie in seiner Heimatstadt Bern sowie in Jena und Heidelberg. Nach seinem Staatsexamen 1866 wurde er Vikar in Sutz (Gemeinde Sutz-Lattrigen) und 1867-81 Pfarrer der reformierten Gemeinde Dresden, bis er 1881 seinen Ruf an die Universität Bern erhielt und Neues Testament lehrte. Seit 1893 lehrte er auch Religionsgeschichte. Er stand wiederholt seiner Fakultät als Dekan vor und war 1896-97 Rektor. Daneben war er Mitglied des Berner Stadtrats und 1893-1910 Mitglied des Synodalrates. Er bekam 1895 und 1906 insgesamt zwei Ehrendoktorhüte seiner eigenen Universität verliehen, den ersten in Theologie und den zweiten in Philosophie. Das Exlibris (63 x 90 mm) wird bei Ludwig Gerster, Schweizerische Exlibris, beschrieben - der Künstler ist dessen Sohn. Das Monogramm, eine Ligatur aus E und G, befindet sich rechts unten auf dem Zipfel des Schriftbandes mit dem Eignernamen. Das Wappen Steck zeigt in Schwarz eine von zwei goldenen, sechszackigen Sternen begleitete, goldene, eingebogene Spitze, belegt mit einem schwarzen, sechszackigen Stern über zwei schräggekreuzten schwarzen Stecken oder Pilgerstäben (redendes Wappen). Auf dem schwarz-silbern bewulsteten Helm mit ebensolchen Decken ein wachsender Mann in schwarzem Gewand mit goldenen Aufschlägen, der Rock mit einer von zwei goldenen, sechszackigen Sternen begleiteten und mit einem schwarzen, sechszackigen Stern belegten, goldenen, eingebogenen Spitze bez., mit einer schwarz-goldenen Stirnbinde mit abflatternden Enden, die beiden schwarzen Stecken oder Pilgerstäbe über dem Kopf schräg kreuzend. Das Wappen wird beschrieben im Berner Wappenbuch, 1932. Rudolf Steck war der Sohn von Franz Julius Steck und Cleophea Elisabeth Ulrich. Er selbst war seit 1867 mit Julie Auguste Emilie Gardthausen aus Holstein vermählt. Zwei Schilde sind in den beiden oberen Ecken jenseits des floral verzierten Eselsrückenbogens, rechts in Gold ein rot-silbern im Wolkenschnitt geteilter Balken, links in Blau zwei schräggekreuzte silberne Rodehauen (ohne Literaturbeleg, Hinweise willkommen). Ist es Zufall, daß ersteres Wappen im Westfälischen Wappenbuch für eine Familie Stecke verzeichnet ist? Diese führten in Gold einen von Rot und Silber im Wolkenschnitt geteilten Balken und auf dem Helm mit rot-silbernen Decken einen rechts roten, links silbernen Flug. Das war ein Edelgeschlecht in Westfalen und am Niederrhein. Die Letzte der Familie, Gertrud, Erbin zu Baldeney, heiratete1561 Wilhelm v. Eyl. Entweder wird dieses Motiv von zwei verschiedenen Familien geführt, oder es wurde hier zur Illustration sonstiger Steck(e)-Wappen zitiert.

Exlibris von Emil Gerster:
Ein heraldisches Exlibris aus dem Jahr 1896, entworfen von Emil Gerster (6.8.1876 - 22.6.1937) für Jean Grellet (72 x 99 mm). Jean Grellet kam aus Neuchâtel, der Hauptstadt des Schweizer Kantons Neuenburg, vgl. in der Schriftkartusche die latinisierte Form "Neocomensis". Das Exlibris ist von unglaublicher Feinheit und großem Detailreichtum. Es wird bei Ludwig Gerster, Schweizerische Exlibris, beschrieben. Jean Grellet wurde am 12.8.1852 in Boudry geboren. In der Zeit von 1870 bis 1880 machte er eine Handels- und Bankausbildung in Genua, London und Rom. Danach wurde er Bankier in Colombier. Danach wurde er Generalrat und war 1888-91 Gemeinderat von Colombier. Sein großes Hobby abseits vom Beruf im Bankwesen war jedoch Geschichte, Heraldik und Genealogie. Er war 1898-1916 Sekretär des Schweizerischen Buchdruckervereins in verschiedenen Städten. Er war "Redactor" der "Suisse libérale" und 1891-1918 Präsident der schweizerischen heraldischen Gesellschaft und verfaßte zahlreiche historische und heraldische Schriften und Aufsätze. Jean Grellet starb am 4.9.1918 in Peseux.

Unter einer Scheinarchitektur mit auf zwei Säulen ruhendem, reich verziertem, oben in zwei Voluten eingedrehtem Kielbogen dient ein Landsknecht mit weit in den Nacken geschobenem Barett mit Straußenfedern, gefüttertem und reich geschlitztem Wams und asymmetrisch mit Bändern geschmückten Kniebundhosen und mit in lässiger Pose über die Schulter gelegter Hellebarde als Hintergrundfigur. An der linken Seite hat er einen Degen umgeschnallt, auf dessen Griff die linke Hand ruht. Somit ist er kein eigentlicher Schildhalter, denn keine seiner Hände ergreift die vor ihm stehenden Wappen, sondern eine dekorative Präsentationsfigur. Säulen und Landsknecht stehen auf einem perspektivisch gefliesten Sockel, vor dessen in der Mitte zurückspringendem Teil die Eignerinschrift angebracht ist, während die vorspringenden Seitenteile zwei der insgesamt vier Eck-Wappenschilde tragen, die die Komposition vervollständigen.

Im Zentralfeld sind zwei Wappen im Stile eines Ehewappens einander zugeneigt. Das heraldisch rechte ist das gewendete Wappen Grellet, in Rot unter einem goldenen, hier eingebogenen, ansonsten gerade dargestellten Sparren aus einem silbernen Dreiberg wachsend ein gegabelter silberner Zweig mit zwei silbernen, golden bebutzten Rosen. Auf dem rot-golden bewulsteten (Wulst fehlt in anderen Darstellungen) Helm mit ebensolchen Decken ein wachsender, rot gekleideter Arm mit blauem Aufschlag, in der emporgereckten Hand balkenweise einen silbernen Rosenzweig mit silbernen, golden bebutzten Blüten haltend. Das Exlibris gibt die Farben anhand der Schraffur wieder, weitere Sicherheit bei den Farben gibt ein farbiges Vergleichsexlibris eines anderen Künstlers (Claude Jeanneret). Das Wappen gegenüber für seine Frau Elisabeth Vashon Baker, Tochter eines Leutnants der Königl. Britischen Marine, zeigt in Silber einen beiderseits gedornten schwarzen Balken, belegt mit drei silbernen Pilgermuscheln, oben begleitet von drei Gruppen von je drei schrägüberkreuzten roten Getreideähren, unten von drei roten, aus je einer goldenen Krone hervorragenden Schwanenhälsen. Auf dem Helm ein wachsender silberner Schwan mit roten Flügeln, jeweils mit einem goldenen Anker belegt, im Schnabel drei Getreideähren. Englischer Blason des Baker-Wappens, einer Variante des Wappens der Baker of Monmouthshire: Argent on a fesse engrailed Sable 3 escallops of the first, in chief 9 ears of wheat, in 3 bunches 2 saltireways and 1 in pale Gules, in base 3 swan's heads erased of the last, ducally gorged Or. Crest: A swan's head argent, between 2 wings Gules, each charged with an anchor Or, holding in beak 3 ears of wheat of the 2nd. Die Baker of Monmouthshire haben im Gegensatz dazu weder den gedornten Balken noch die Anker auf den Flügeln.

In den vier Ecken befinden sich vier einzelne Wappenschilde Der Schild heraldisch rechts oben an der Ehrenposition ist der Grellet-Schild wie oben beschrieben. Jean Grellet wurde am 12.8.1852 in Boudry geboren. Sein Vater war der Kaufmann und italienische Konsul in Stuttgart, Jacques-Louis Grellet. Seine Mutter war Georgette-Isabelle geb. Vust. Der zweite Schild heraldisch links oben ist blau-silbern geteilt mit einem auf einem grünen Dreiberg stehenden Löwen in verwechselten Farben, im rechten Obereck eine aus dem Schildrand hervorkommende strahlende, gesichtete Sonne. Der dritte Schild zeigt in Rot einen silbernen Wellenbalken, auf dem ein Stier oder Ochse schreitet, und der vierte Schild ist geteilt, oben in Silber ein schwarzer, aus der Teilung wachsender Löwe, unten in Rot drei silberne Pilgermuscheln (alle drei ohne Literaturbeleg, Hinweise willkommen).

Exlibris von Lorenz Rheude:
Ein heraldisches Exlibris aus dem Jahr 1910, entworfen von Lorenz M. Rheude (17.12.1863-1939) für Franz Forster. Das Wappen ist geviert, Feld 1 und 4 ein Schrägbalken, Feld 2 und 3 ein aufspringender Hirsch. Auf dem gekrönten Helm ein beschlagenes Hifthorn (Jagdhorn), auf dem ein aufrechter Eichenbruch mit einer Eichel zwischen zwei Blättern steht, zwischen zwei Flügeln, rechts mit einem Schräglinksbalken, links mit zwei Schrägrechtsbalken belegt. Interessant ist die Parallelität zu zwei im Siebmacher eingetragenen ähnlichen Wappen. Es besteht eine auffallende Parallelität von drei ähnlichen Namen und drei ganz ähnlichen, nur minimal variierten Motiven, wer hier die Henne und wer das Ei ist, ist offensichtlich.

Im heraldisch linken oberen Eck ist das Wappen der Stadt Bayreuth, es ist geviert und überdeckt mit zwei schräg gekreuzten Reuten, die schrägrechte schwarz, die schräglinke silbern, Feld 1 und 4: wieder geviert von Silber und Schwarz, Feld 2 und 3: innerhalb eines von Rot und Silber gestückten Bordes in Gold ein rot gekrönter und ebenso bewehrter schwarzer Löwe. Dieses Wappen nimmt auf die Hohenzollern (Feld 1 und 4) als Burggrafen von Nürnberg (Feld 2 und 3) Bezug, aus denen die Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth entsprossen. Die beiden Rodewerkzeuge geben den Namen der Stadt redend wieder. Als Siegel ist das Motiv der Reuten seit 1429 belegt, als Wappen in der vorliegenden Form wurde es der Stadt am 22.12.1457 von Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg verliehen, der sein eigenes Wappen als Privileg vergab und mit den Rodewerkzeugen belegte. Eine Zeitlang mußte dieses Stadtwappen übrigens eine Farbverfälschung hinnehmen, denn 1819 - 1840 hatten Feld 1 und 4 Blau statt Schwarz und Feld 2 und 3 einen roten Löwen in schwarzem Feld. Hier nicht abgebildet, so besitzt dieses Stadtwappen durch die Verleihung von 1457 sogar ein Oberwappen, auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein golden gekrönter, schwarzer Löwe auf einem roten, hermelingestulpten Hut zwischen zwei mehrfach von Silber und Rot geteilten Büffelhörnern, hinterlegt von den gekreuzten Reuten, die schrägrechte schwarz, die schräglinke silbern. Gegenüber auf der heraldisch rechten Seite ist das gewendete Stadtwappen von Amberg, geteilt, oben in Schwarz ein aus der Teilung wachsender, rot gekrönter und rot bewehrter goldener Löwe, unten blau-silbern schräggerautet. Das ist eine Kombination des Pfälzer Löwen mit den Wittelsbacher Rauten, eine vereinfachte Darstellung des landesherrlichen Wappens, denn die Wittelsbacher waren die Stadtherren. Der dritte Schild mit den drei Schildchen und dem Zirkel ist als Berufswappen anzusehen.

eine Farbvariante

Exlibris von anonymer Hand:
Ein undatiertes heraldisches Exlibris, entworfen von unbekanntem Künstler für Karl Graf von Zinzendorf und Pottendorf, Erzkommendator (Landkomtur) der Ballei des Österreich des Deutschen Ordens. Karl Graf von Zinzendorf und Pottendorf (5.1.1739 - 5.1.1813) zog nach dem Jurastudium und einer ersten Anstellung als kursächsischer Hof- und Justizrat nach Österreich und machte dort bei Hofe Karriere; er wurde k.k. Kommerzienrat, k.k. Kämmerer und Kammerdirektor, später Gouverneur von Triest und Präsident der Neuen Hofrechenkammer, Staatsminister in inländischen Angelegenheiten, Geheimrat etc. und wurde so ein äußerst erfolgreicher Staatsmann. Eigentlich entstammte er einer protestantischen Familie, die aufgrund ihres Glaubens die mährischen Güter aufgegeben hatte, er konvertierte 1764 wieder zum Katholizismus. 1765 trat er in den Deutschen Orden ein, 1773 leitete er als Komtur die Kommenden Möttling und Tschernembl. Er wurde danach Komtur in Friesach (Kärnten), Groß Sonntag (Steiermark) und Laibach. Im Jahre 1800 wurde er Statthalter, später Landkontur der gesamten Ordensballei Österreich, und als solchen tituliert ihn das Exlibris, das also zwischen 1800 und 1813 entstanden sein muß.

Um die in dieser Form einmalige Verteilung der Motive zu verstehen, werfen wir zunächst einen Blick auf die historische Entwicklung des Zinzendorf-Wappens. Das Stammwappen der Herren von Zinzendorf ist geviert, die Felder 1 und 4 silbern, Feld 2 rot und Feld 3 schwarz. So ist es schon im Bruderschaftsbuch von St. Christoph am Arlberg abgebildet. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken zwei rote Büffelhörner, außen mit je drei silbernen Kugeln besetzt. Noch frühere Zeugnisse sind Siegel mit dem gevierten Schild aus dem Jahr 1285 und ein weiteres aus dem Jahr 1281, dieses frühere aber gespalten und hinten dreimal geteilt. Die Entwicklung wird beschrieben im Siebmacher Band: NÖ2 Seite: 636 Tafel: 311-314, Band: OÖ Seite: 699 Tafel: 136-138, Band: NÖ1 Seite: 26 Tafel: 14, Band: Mä Seite: 190 Tafel: 131-132, Band: SchlA2 Seite: 149 Tafel: 90.

Von 1460 ist ein vermehrtes Wappen überliefert, der Schild ist geviert, Feld 1 und 4: geviert, Feld 2 und 3: ein wachsender Wolf (Frhr. v. Wald). Diese Wappenvereinigung wurde am 2.7.1460 anläßlich der Erhebung des kaiserliche Rates und Hauptmannes Georg von Zinzendorf in den erbländisch-österreichischen Freiherrenstand bewilligt. Dazu werden zwei Helme geführt, Helm 1 (rechts): ein wachsender Wolf, Helm 2 (links): zwei rote Büffelhörner, außen mit je drei silbernen Kugeln besetzt, zu rot-silbernen Decken.

Die nächste Stufe der Vermehrung hat das modifizierte Stammwappen als Herzschild (freiherrliches Wappen). Der Hauptschild ist geviert, Feld 1 und 4: in Silber ein wachsender, einwärts gewendeter, natürlicher Wolf (v. Wald), Feld 2 und 3: in Blau aus rotem Schildfuß wachsend ein einwärts gewendeter silberner doppelschwänziger Löwe (Pottendorf, Siebmacher Band: OÖ Seite: 699 Tafel: 137, 1488 erloschen), Herzschild: rot-silbern-silbern-schwarz geviert - die Farben wurden anders verteilt. Christoph Freiherr von Zinzendorf hatte Sophia von Pottendorf geheiratet und erwirkte die Namens- und Wappenvereinigung zu "von Zinzendorf und Pottendorf". Dazu wurden drei Helme geführt: Helm 1 (Mitte): auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken ein golden beschlagenes, schwarzes Hifthorn (Jagdhorn) mit kreuzweise gelegtem goldenem Band zwischen einem Paar Büffelhörner, das rechte Horn rot-silbern geteilt, das linke silbern-schwarz, beide außen mit je fünf silbernen Kugeln besteckt. Das Stammkleinod hat also die Tinkturen des modifizierten Stammwappens bekommen, die Kugeln als solche behalten, nun aber in erhöhter Anzahl, ferner ist das Hifthorn als Symbol für das Erblandjägermeisteramt in Österreich unter der Enns hinzugefügt worden. Helm 2 (rechts): auf dem schwarz-silbern bewulsteten Helm mit ebensolchen Decken ein wachsender natürlicher Wolf (Kleinod v. Wald), Helm 3 (links): auf dem blau-silbern-rot bewulsteten Helm mit blau-silbernen Decken ein wachsender silberner Löwe zwischen zwei Büffelhörnern, das rechte rot und außen mit fünf silbernen Fähnchen besteckt, das linke umgekehrt (Kleinod Pottendorf, auch andere Farbverteilungsvarianten, wie z. B. hier beim Exlibris). Von diesem Wappen gibt es noch eine andere Variante, alle drei Helme sind gekrönt, und die Helmdecken sind rechts rot-silbern, links schwarz-silbern.

Eine weitere Form der Vermehrung wird ab dem späten 17. Jh. geführt: Der Hauptschild ist gespalten und dreimal geteilt. Feld 1 und 4: in Silber ein wachsender, einwärts gewendeter, natürlicher Wolf, Feld 2 und 3: in Blau aus rotem Schildfuß wachsend ein einwärts gewendeter silberner doppelschwänziger Löwe (Pottendorf), Feld 5 und 8: schräglinks (5) bzw. schrägrechts (8) silbern-blau geteilt (Stammwappen der Frhrn. v. Zelking, vgl. Siebmacher Band: NÖ2 Seite: 619 Tafel: 305-307, Band: OÖ Seite: 674 Tafel: 135, Band: OÖ Seite: 788 Tafel: 166), Feld 6 und 7: in Rot ein einwärtsgekehrter, golden-blau schräggeteilter (in Feld 6 schrägrechts, in Feld 7 schräglinks) Löwe (zum vermehrten Wappen der Frhrn. v. Zelking, Wappen der Schallaburger Hauptlinie). Otto Heinrich Graf v. Zinzendorf u. Pottendorf (1605 - 28.3.1655) hatte Anna Apollonia Freiin v. Zelking (4.5.1627 - 1646) geheiratet, und am 24.7.1637 bekam die Familie die Erlaubnis zur Vereinigung der Wappen. Die obere Hälfte entspricht also komplett dem vorherigen Wappen, die beiden neuen Komponenten bilden als Vierung die untere Hälfte. Herzschild: rot-silbern-silbern-schwarz geviert (Stammwappen v. Zinzendorf). Dazu gehören fünf gekrönte Helme: Helm 1 (Mitte): auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein golden beschlagenes, schwarzes Hifthorn (Jagdhorn) mit kreuzweise gelegtem goldenem Band zwischen einem Paar Büffelhörner, das rechte Horn rot-silbern geteilt, das linke silbern-schwarz, beide außen mit je fünf silbernen Kugeln besteckt. Helm 2 (rechts): auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken ein wachsender natürlicher Wolf, Helm 3 (links): auf dem Helm mit blau-silbernen Decken ein wachsender silberner Löwe zwischen zwei Büffelhörnern, das rechte rot und außen mit fünf silbernen Fähnchen besteckt, das linke umgekehrt. Helm 4 (rechts außen): auf dem Helm mit blau-silbernen Decken ein Adlerflug, sparrenförmig silbern-blau schräggeteilt (Stammkleinod der Frhrn. v. Zelking), Helm 5 (links außen): auf dem Helm mit rot-goldenen Decken ein roter, mit goldenen Herzchen oder gestürzten Lindenblättern bestreuter Flug (zum vermehrten Wappen der Frhrn. v. Zelking).

Die nächste Stufe des Zinzendorf-Wappens (gräfliches Wappen, erbländisch-österreichischen Grafenstand am 16.11.1662) hat noch zwei weitere Komponenten. Der Hauptschild ist jetzt gespalten und fünfmal geteilt. Die Felder 1 bis 8 entsprechen dem vorherigen Wappen, die Felder 9 bis 12 enthalten die neuen Komponenten. Es gehört zu den Eigentümlichkeiten der Entwicklung des Zinzendorf-Wappens, daß alle Vierungen beibehalten werden, obwohl man die Anzahl der Felder stets auf die Hälfte reduzieren könnte, und daß die neuen Felder immer im gevierten System unten drangehängt werden, ohne daß ein übergreifendes Gesamtkonzept aus den Komponenten neu entsteht. Dabei sind die Felder 1-4 mit dem Herzschild das freiherrliche Zinzendorf-Wappen, die Felder 5-8 das Wappen der ausgestorbenen Freiherren von Zelking, und die Felder 9-12 sind das Wappen der ausgestorbenen Freiherren Teuffel von Gundersdorf (Siebmacher Band: Mä Seite: 158 Tafel: 114, 1690 letzter männlicher Angehöriger erloschen). Georg Ludwig Graf v. Zinzendorf u. Pottendorf (9.10.1662 - 9.7.1700) hatte Maria Elisabeth von Teuffel (-27.2.1698) geheiratet. Feld 1-8 also wie zuvor, Feld 9 und 12: in Rot auf silbernem Kissen mit goldenen Quasten ein golden beschlagenes, schwarzes Hifthorn (Jagdhorn) mit kreuzweise gelegtem goldenem Band (Stammwappen der Teuffel von Gundersdorf), Feld 10 und 11: in Gold einwärts ein schwarzes Pferd (aus dem freiherrlichen, gevierten Wappen der Teuffel von Gundersdorf). Herzschild: rot-silbern-silbern-schwarz geviert (Stammwappen v. Zinzendorf). Dazu werden jetzt insgesamt sieben Helme geführt. Die fünf zuvor beschriebenen Helme bleiben, wobei aber der Helm 2 mit dem wachsenden Wolf und der Helm 3 nicht mehr gekrönt dargestellt werden; neu sind Helm 6 (ganz rechts außen): auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein auf der Spitze stehendes silbernes Kissen mit goldenen Quasten, belegt mit einem golden beschlagenen, schwarzen Hifthorn (Jagdhorn) mit kreuzweise gelegtem goldenem Band (Stammhelm der Teuffel von Gundersdorf), Helm 7 (ganz links außen): auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein wachsendes schwarzes Pferd. Bei den Helmdecken werden die Farben mitunter abweichend angegeben, was aber nicht den zugehörigen Feldfarben entspricht, so für Helm 1 (Mitte) rechts blau-silbern, links rot-silbern, Helm 2 blau-silbern, Helm 3 rot-silbern, Helm 4 blau-silbern, Helm 5 rot-silbern, Helm 6 rot-silbern (s.o.) und 7 schwarz-golden (s.o.). Dabei tragen die Helme 1-3 (also die drei inneren) die Kleinode des freiherrlichen Zinzendorf-Wappens, die Helme 4-5 die Kleinode der ausgestorbenen Freiherren von Zelking, und die Helme 6-7 (also die beiden äußersten) tragen die Kleinode ausgestorbenen Freiherren Teuffel von Gundersdorf.

Auf der Basis des letzten, größten und am meisten vermehrten Wappens wurde das Wappen des Deutschordenslandkomturs Karl Graf von Zinzendorf und Pottendorf entwickelt, indem der gespaltene und fünfmal geteilte Schild als geviert betrachtet wurde, so daß man wie bei Landkomturen üblich in die Felder 1 und 4 das Deutschordenskreuz setzen konnte. Was man an Platz für das Deutschordenskreuz brauchte, wurde in dem komplexen Wappen ersetzt, der Rest blieb, mit einer Ausnahme: Wäre alles unverändert geblieben, hätte man den schräggeteilten Löwen doppelt gehabt und das blau-silbern schräggeteilte Feld verloren, diese wurden gegeneinander ausgetauscht. Der Hauptschild ist nun also geviert, Feld 1 und 4: in Silber ein schwebendes, silbern gesäumtes, schwarzes Tatzenkreuz (Deutscher Orden), Feld 2: zweimal geteilt, oben in Blau aus rotem Schildfuß wachsend ein einwärts gewendeter silberner Löwe (Pottendorf), in der Mitte in Silber ein wachsender, einwärts gewendeter, natürlicher Wolf (v. Wald, vermehrtes Wappen Zinzendorf), unten in Rot ein einwärtsgekehrter, golden-blau schräggeteilter Löwe (vermehrtes Wappen Zelking), Feld 3: zweimal geteilt, oben schräglinks silbern-blau geteilt (Zelking), in der Mitte in Rot auf silbernem Kissen mit goldenen Quasten ein golden beschlagenes, schwarzes Hifthorn (Jagdhorn) mit kreuzweise gelegtem goldenem Band (Stammwappen der Teuffel von Gundersdorf), unten in Gold einwärts ein schwarzes Pferd (aus dem vermehrten Wappen der Teuffel von Gundersdorf). Herzschild: rot-silbern-silbern-schwarz geviert (Stammwappen v. Zinzendorf). Der Hauptschild wird nocheinmal von einem Deutschordensschild unterlegt. Dazu werden die sieben Helme wie beim letzten vermehrten Wappen geführt, wobei gar nicht alle auf dem Schildrand Platz finden, nur die mittleren drei, während die anderen außerhalb und seitlich des Schildes stehen. Bei dieser Darstellung muß aus heraldischer Sicht entschieden kritisiert werden, daß alle Helme ohne die zugehörigen Decken abgebildet werden. Angesichts der Fülle an Helmen dürfen es sicher kleine, unprätentiöse Decken sein, aber ein gänzliches Fehlen ist unheraldisch. Statt Lindenblättchen oder Herzchen sind es hier übrigens Kleeblätter, und die Büffelhörner mit den Fähnchen sind genau andersherum im Vergleich zu den Angaben im Siebmacher tingiert.

Das österreichische Geschlecht der von Zinzendorf erlosch mit dem Grafen Johann Karl von Zinzendorf - dem Eigner dieses Exlibris -, Sohn von Friedrich Christian Graf v. Zinzendorf u. Pottendorf (6.4.1697 - 15.12.1756) und Christiana Sophia v. Callenberg (geb. 17.2.1703). Dieser Letzte des Geschlechts setzte 1811 in seinem Testament Heinrich August Graf v. Baudissin (- 7.3.1834), seinen Großneffen, zum Erben ein, der daraufhin 1816 seinem Namen den v. Zinzendorf-Pottendorf hinzufügte.

Exlibris von unbekanntem Künstler:
Ein undatiertes heraldisches Exlibris Ende des 19. Jh., entworfen von mir unbekanntem Künstler für den 19.6.1833 geborenen und am 16.11.1912 in Wien verstorbenen Otto Wilhelm Edler Herr von Walterskirchen Freiherr zu Wolfsthal. Er war der Sohn von Georg Wilhelm Johann Nepomuk Josef Franz Fidel Edler Herr Walterskirchen Freiherr zu Wolfsthal (26.9.1796 - 25.5.1865) und von Ida Gräfin v. Fries (13.7.1811 - 29.11.1868). Verheiratet war er seit dem 10.10.1871 mit Karoline Gräfin Hunyady v. Kethely (26.12.1836 - 28.2.1907). Ihr einziger Sohn war Joseph Wilhelm v. Walterskirchen Graf zu Wolfsthal (10.5.1879 - 19.2.1968), verheiratet mit Ladislaja Maria Karolina Rudolfina Theresia Franziska Xaveria Gräfin v. Bellegarde (24.11.1895 - 10.9.1966). Das Exlibris ist auf jeden Fall vor 1907 entstanden, weil dann die Familie in den Grafenstand erhoben wurde. Das Wappen, beschrieben im Siebmacher Band: NÖ2 Seite: 519 Tafel: 251-252 und in Band: Un Seite: 698 Tafel: 478, ist wie folgt aufgebaut:

Zur Entwicklung des Wappens: Das Stammwappen beinhaltet nur die aus dem Wald hervorkommende Kirche, wie sie im Exlibris als Herzschild zu sehen ist. Eine erste Wappenbesserung erfolgte am 15.4.1546 durch König Ferdinand: Der neue Schild ist gespalten, vorne das Stammwappen, hinten in Gold ein aufspringender natürlicher Wolf (Wolfsthal, im äußersten Osten Niederösterreichs gelegen, im Norden an die Donau grenzend, im Osten an die Staatsgrenze zur Slowakei, dort befindet sich auch das Schloß Wolfsthal). Noch im selben Jahr, am 1.7.1546, wird das Wappen weiter vermehrt. Der neue Schild ist nun geviert, Feld 1 und 4 enthalten das Stammwappen, Feld 2 und 3 den Wolf. Zu der Vermehrung in der hier gezeigten Form kam es 1643, als das Ramming/Ramingen-Wappen der 1548 nobilitierten Familie komplett aufgenommen wurde (beschrieben im Siebmacher Band: BayA3 Seite: 28 Tafel: 18). Dadurch kamen die Felder mit dem Schach, dem Widder und dem Pfahl hinzu, wobei der Widder das Stammwappen der v. Ramming/Ramingen war, die anderen Elemente aus dem Wappen der erloschenen von Schönstein zum Lübelsberg (vgl. Siebmacher Band: BayA1 Seite: 178 Tafel: 183) verliehen worden waren. Ebenso fand das Wappen der Pirkhaim (Pirkheimer, Pürkhamer, Birkheimer) Eingang, beschrieben im Siebmacher Band: BayA3 Seite: 11 Tafel: 7. Erst viel später, nämlich am 9.4.1907, wird dieses Wappen im Grafenstandsdiplom dokumentiert.

Das freiherrliche Wappen wird - wie später das identische, gräfliche auch - mit fünf Helmen geführt:

Der Stammhelm des ursprünglichen Wappens war auf einem rot-silbern bewulsteten Stechhelm mit rot-silbernen Decken die Kirche mit dem Waldgebirge zwischen zwei roten Büffelhörnern. Zum gespaltenen Wappen von 1546 wurde eine Kombinationshelmzier geführt, die Kirche wurde durch den Wolf ersetzt, die Büffelhörner blieben: Auf dem gekrönten Bügelhelm mit rechts rot-silbernen, links rot-goldenen Decken ein auf den Hinterläufen sitzender Wolf zwischen zwei Büffelhörnern, das rechte rot-silbern, das links golden-rot geteilt, die Mundlöcher je mit drei Pfauenspiegeln besteckt. Diese Helmzier wurde auch zum gevierten Wappen des gleichen Jahres geführt. Die vier anderen Helme kamen im Zuge der Wappenvermehrung 1643 hinzu. Interessant und logisch nicht nachzuvollziehen ist die Tatsache, daß die Helmzier des Helmes Nr. 4 nach rechts gewendet ist, also in die entgegengesetzte Richtung wie der Helm blickt. Tatsächlich handelt es sich nicht um eine abgewendete Helmzier, es ist eher zu vermuten, daß hier die Wendung aus Platzgründen erfolgte, denn im Siebmacher ist es heraldisch korrekt abgebildet. Ebenfalls ist es bemerkenswert, daß Helm 5 mit Helmkrone geführt wird. Ein gestulpter Hut ist eine so optimale Helmzier, daß es keines Überganges bedarf, und die Krone verschlimmbessert den Übergang eher aus heraldischer Sicht. Im Siebmacher Ungarn ist diese Krone nicht abgebildet, wohl aber im Siebmacher Niederösterreich. Die gekrönten Rohrkolben mögen früher vermutlich glockenförmige Blüten gewesen sein (vgl. Siebmacher Band: BayA3 Seite: 11 Tafel: 7). Für das Pirkhaim-Wappen finden sich im Wernigeroder Wappenbuch und im altbayerischen Wappenbuch (nach Siebmacher) abweichende Tingierungen. Die Herkunft der Schönstein-Helmzier ist ebenfalls diskussionswürdig, da sie im Diplom von 1554 als Vogelreuse beschrieben wird, die oben mit Hahnenfedern besteckt ist. Einen geschachten Hut und ein ähnliches Schildbild in anderen Farben haben jedenfalls die Schönstein in Siebmacher, Band: BayA3 Seite: 71 Tafel: 45. Die Decken werden ursprünglich nur als schwarz-golden angegeben. Auch dieses Motiv scheint sich gewandelt zu haben.

Exlibris von Lorenz Rheude
Ein auf 1922 datiertes heraldisches Exlibris, entworfen von Lorenz M. Rheude (1863-1939) aus München für P.(ater) Augustinus Ulrich OSB (Ordo Sancti Benedicti) Schaeftlariensis (Kloster Schäftlarn im Isartal, Landkreis München). Das in Buchdruck ausgeführte Exlibris der Größe 80 x 70 mm wird beschrieben bei Witte, Bibliographie 3, 15 f., Thieme-Becker 16, Bauer 7581, Gutenberg 38.241. Es ist am unteren Rand bogenförmig im Druck signiert und datiert. Das Schildbild zeigt einen innen mit einem aufrechten Lindenblatt besteckten Ring, auf dem bewulsteten Helm desgleichen. Das Lindenblättchen begegnet uns wieder als Trennzeichen der Eignerbezeichnung. Das Wappen wird gerahmt von einem äußerst detailliert ausgearbeiteten, das Wappen fast in den Hintergrund drängenden, ovalen Kranz.

Kloster Schäftlarn geht zurück auf eine Gründung im Jahre 762. Es gehörte ursprünglich zum Benediktiner-Orden, wurde aber 1140 ein Kloster der Prämonstratenser, die nicht der Benediktsregel, sondern der Augustinusregel folgten. Der Konvent teilte das Schicksal so vieler Klöster während der Säkularisierung, wurde aber 1866 als Benediktinerkloster von König Ludwig I. von Bayern mit Schulauftrag wiedergegründet. 1910 wurde Schäftlarn wieder zur Abtei erhoben, deshalb konnte hier 1922 wieder ein Pater derselben mit seinem Exlibris in Erscheinung treten, das aber ein persönliches ist ohne heraldische Elemente der Abtei (Ruderboot), wie sie in Abtswappen zu finden wären. Weitere Symbolik findet sich nur in dem Halskleinod des Helmes, welches hier schildartig geformt ist und auf einem Dreiberg ein Patriarchenkreuz zeigt sowie die Buchstaben "PAX", als künstlerische Freiheit zu sehen. P. Augustin Ulrich, selbst Heraldiker und Genealoge, lebte 1922 übrigens unter der Amtsführung des Abtes Sigisbert I. Liebert (amtierte 1910–1929). Augustin Ulrich verfaßte selbst mehrere Werke über Heraldik und Exlibris, darunter: Die Exlibris des Klosters Schäftlarn. In: Bayerland 33, 1921/22, S. 157-159; Die Exlibris des Klosters Schäftlarn, in: St. Wiborada, ein Jahrbuch für Bücherfreunde 6, 1939, S. 23-42, und: Die Schäftlarner Exlibris unter Abt Sigisbert II. Mitterer, in: Benediktinische Monatsschrift 30, 1954, S. 247-258. Übrigens gibt es für diesen Pater ein Vergleichsexlibris des Münchner Kunstmalers August Pacher, wo das in den Ring eingeschlossene Lindenblatt naturgetreu dargestellt wird, neben einem, das hinsichtlich des Schildes dieser Darstellung ähnelt und in der Schraffur für die Farbe Gold (Ring und Blatt) gepunktet ist. Von Willy Statsberger gibt es ein Exlibris für einen Georg Ulrich aus der gleichen Familie, auf dem die Farben klar dargestellt sind, Schildfarbe blau, Figur und Helmzier golden, Helmdecken blau-golden.

Literatur, Quellen und Links:
Elke Schutt-Kehm, Exlibris-Katalog des Gutenberg-Museums, 2. Teil, Band 1: A-K, 720 Seiten, 1685 Abb., Verlag Claus Wittal, Wiesbaden, 1998, ISBN 978-3-922 835-31-8.
Elke Schutt-Kehm, Exlibris-Katalog des Gutenberg-Museums, 2. Teil, Band 2: L-Z, 736 Seiten, 1795 Abb., Verlag Claus Wittal, Wiesbaden, 1998, ISBN 978-3-922 835-32-5
Claus Wittal, Eignerverzeichnis zum Exlibris-Katalog des Gutenberg-Museums, Verlag Claus Wittal, 2003, 336 Seiten, 595 Abb., ISBN 978-3-922 835-33-2
Siebmachers Wappenbücher
Schäftlarn:
http://www.hdbg.de/kloester/kloester_detailansicht_basisdaten.php?id=KS0361&templ=relaunch_vorlage_detail_geschichte
Walterskirchen: Stammort: http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfsthal, Familien-Homepage: http://www.walterskirchen.at/de/index.htm, Wappen: http://www.walterskirchen.at/de/wappen.html, Stammbaum: http://www.walterskirchen.at/de/stamm.htm und http://www.walterskirchen.at/de/ahnenliste.htm und http://www.parragh.n1.hu/eucsafa/genealogy.euweb.cz/austria/walters2.html, weiterhin: http://books.google.de/books?q=+inauthor:%22Otto+Wilhelm+Walterskirchen+zu+Wolfsthal%22&source=gbs_metadata_r&cad=4
Genealogien: Prof. Herbert Stoyan, Adel-digital, WW-Person auf CD, 10. Auflage 2007, Degener Verlag ISBN 978-3-7686-2515-9
Karl von Zinzendorf: Artikel „Zinzendorf, Karl Graf von“ von Franz von Krones in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 45 (1900), S. 340–344.
Stadtwappen Bayreuth:
http://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/gemeinden/bayerns-gemeinden_detail.php?gkz=9462000
Stadtwappen Amberg:
http://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/gemeinden/bayerns-gemeinden_detail.php?gkz=9361000
Ludwig Gerster, Schweizerische Exlibris: http://www.archive.org/stream/dieschweizerisc00gersgoog#page/n22/mode/1up bzw. http://www.archive.org/details/dieschweizerisc00gersgoog
Anne-Françoise Schaller-Jeanneret: Jean Grellet - http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D45974.php im Historischen Lexikon der Schweiz.
Wappen Steck: Berner Wappenbuch, 1932.
Rudolf Dellsperger, Rudolf Steck: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D10857.php im Historischen Lexikon der Schweiz.
K. Marti, Zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. Dr. Rudolf Steck, in Nieuw Theologisch Tijdschrift, 1922, 285-290.
Max von Spießen (Hrsg.): Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Zeichnungen von Professor Ad. M. Hildebrandt, 1. Band, Görlitz 1901 - 1903.
Karin von Behr: Albertus Ohlendorff in: Hamburgische Biografie - Personenlexikon. Band 2. Hamburg 2001, S. 302 ff. -
http://books.google.de/books?id=bgix7BXklY8C&...rff&f=false
Karin von Behr, Die Ohlendorffs - Aufstieg und Untergang einer Hamburger Familie, Edition Temmen, 2009
Herrn Stephen Slater ein herzliches Dankeschön für den Baker-Blason.
Vitzthum von Eckstaedt, v. Ohlendorff: veröffentlicht in: Georg Otto, Zwanzig Bücherzeichen, J. A. Stargardt, Berlin 1894

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